Second-Hand-Smartphone-Markt wächst rasant
Quelle: SITM

Second-Hand-Smartphone-Markt wächst rasant

Das Geschäft mit gebrauchten Smartphones blüht. Bei Gartner geht man davon aus, dass sich der weltweit erzielte Umsatz in den nächsten drei Jahren auf 14 Milliarden Dollar verdoppelt.
20. Februar 2015

     

Die Marktforscher von Gartner haben in einer Untersuchung im vergangenen Juni 5600 deutsche und US-amerikanische Anwender über ihre Smartphone-Nutzung befragt. Laut der Erhebung ersetzen in solchen Märkten die Handy-User ihre Geräte im Schnitt alle 18 bis 20 Monate. Der Neukauf erfolgt bei 60 Prozent der Befragten, weil man sich zusätzliche Funktionalität wünscht.

In den USA zählte sich jeder vierte Befragte zu den Technologie-Enthusiasten, die in der Regel auch als Early Adopter und Trendsetter gelten. In dieser Gruppe erklärten 53 Prozent, sie würden ihr Gerät in den nächsten zwölf Monaten eintauschen und 56 Prozent gaben an, ihr Gerät sei noch kein Jahr alt. Als Grund für den Neukauf antwortete jeder zweite Techie mit dem Wunsch nach neuen Features, die ausschliesslich im neuen Gerät zu finden seien.


Die alten Geräte wandern zu 7 Prozent in offizielle Recycling-Programme, während 23 Prozent anderen Usern weitergegeben und 41 Prozent privat weiterverkauft oder per Trade-In-Programme eingetauscht werden.
Im vergangenen Jahr wurden weltweit 56 Millionen Gebrauchtgeräte für 7 Milliarden Dollar umgesetzt. Laut Gartner soll die Zahl bis 2017 auf 120 Millionen Einheiten mit einem Gesamtvolumen von 14 Milliarden Dollar ansteigen. Was Westeuropa und die USA betrifft, gehen die Analysten davon aus, dass der Markt für Second-Hand-Smartphones im laufenden Jahr ein Volumen von 3 Milliarden Dollar erreichen und bis 2017 auf 5 Milliarden Dollar anwachsen wird.

Laut der Studie ist der Einfluss des Second-Hand-Marktes auf den gesamten Handymarkt gewaltig. Dabei habe die Weiterverwendung gebrauchter Geräte nicht nur einen Einfluss auf die Verkaufszahlen neuer Geräte, sondern auch auf die Umsätze der gesamten Zuliefer-Branche, so Gartner. Wer an Rücknahme- und Trade-In-Programmen beteiligt sei, brauche daher unbedingt eine Strategie, um daraus finanziellen Nutzen zu ziehen. Bereits heute würden Trade-In-Aktionen dazu benutzt, um bei Garantiefällen die Channel-Partner mit gebrauchten Ersatzteilen zu bedienen. Dazu könne auch das Marketing profitieren, da sich mit dem Angebot an Gebrauchtgeräten auch Käuferschichten erreichen liessen, für die der ursprüngliche Kaufpreis nicht erschwinglich gewesen sei. (rd)


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