Rpost mit aggressiver Wachstumsstrategie hierzulande

Artikel erschienen in Swiss IT Reseller 2012/03
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4. März 2012 -
Bislang hat das US-Unternehmen Rpost, das mit dem Registered
E-Mail Service den Versand von rechtsgültigen, verschlüsselten Nachrichten ermöglicht, in der Schweiz vor allem mit seiner Klage gegen den Service Incamail der Schweizerischen Post für Furore gesorgt.

Nun will Rpost mit seinem Markteintritt in der Schweiz Aufsehen erregen. Der US-Spezialist für den Versand eingeschriebener E-Mails eröffnet hierzulande eine Geschäftsstelle. Geleitet wird die Schweizer Niederlassung von Hayri Bulman. Wie Rpost-CEO Zafar Khan anlässlich einer Medien­orientierung erklärt, gehört die Gründung von Rpost Schweiz zur Expansionsstrategie, die das Unternehmen in Zentraleuropa verfolgt. «Wir investieren stark in den Schweizer Markt und verfolgen aggressive Expansionspläne», gibt sich Khan kämpferisch.

Im Visier hat Rpost vor allem die 1000 grössten Schweizer Unternehmen. Von diesen möchte man bis 2017 mindestens 50 Prozent mit Rpost-Dienstleistungen versorgen. Um zudem hierzulande stärker Fuss zu fassen, gibt Rpost seine Lösung zum Versand von eingeschriebenen E-Mails an Privatanwender kostenlos ab. «Konsumenten können bis zu zehn eingeschriebene Nachrichten pro Monat ver­schicken», erklärt Beni Kaspar, Director Business Development bei Rpost. Damit wolle man zum einen dem Schweizer Markt zeigen, dass man dabei sei, stark zu werden. Und zum anderen hofft Rpost, über die Privatanwender den Weg in Schweizer Unternehmen zu finden.

Verteidigung von Eigentum

Rpost ist nicht bereit, den hiesigen Markt der Schweizerischen Post mit ihrer E-Mail-Lösung Incamail zu überlassen. Schliesslich habe man bereits seit 2004 Kunden in der Schweiz, unter anderem Holcim. Zu Beginn habe man das Gespräch mit der Schweizerischen Post gesucht, allerdings habe diese dann irgendwann ihren eigenen Service lanciert, führt Khan aus. Dieser Schritt habe Rpost dazu veranlasst, Patent­klagen einzureichen. Heute stecke man tief im Prozess drin. In den USA starten die Verhandlungen vor Gericht im August.

Und hierzulande habe man eine einstweilige Verfügung gegen Incamail beantragt, um der Schweizerischen Post den Verkauf des Services zu untersagen. Entschieden wird hier laut Rpost im März oder April. Khan zufolge geht es Rpost dabei aber nicht darum, dass man Angst vor der Konkurrenz habe. Vielmehr wolle man die Verwirrung für die Kunden reduzieren. Denn Lösungen wie diejenige der Schweizerischen Post würden zwar oberflächlich aussehen wie diejenige von Rpost, aber darunter stecke bei Rpost viel mehr. Zudem ist sich der CEO sicher, dass die Schweizerische Post versuche, mit Rpost Schritt zu halten, indem sie kopiere und nicht indem sie in Innovationen investiere. (abr)

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