Teilweise Einigung im Glasfaserbau

Artikel erschienen in Swiss IT Reseller 2009/07 – Seite 1
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14. April 2009 - Da zankt man sich monatelang um die Glasfaserversorgung, und plötzlich passiert alles aufs Mal: Überall werden neue Kooperationen und Angebote angekündigt. Experten gehen aber davon aus, dass vieles beim Alten bleibt.
Basel baut sein Glasfasernetz nun doch mit Swisscom. Noch Ende Januar verweigerten Orange, Sunrise und das EWZ die Teilnahme an einem zweiten runden Tisch zum Thema Glasfasernetz in Basel, der von den Industriellen Werke Basel (IWB) einberufen wurde. Als Begründung wurde damals eine Bevorteilung von Swisscom genannt. In einem dritten Anlauf hat man nun aber doch alle Parteien an einen Tisch gebracht und vor allem: Endlich hat man einen Verhandlungs-Fortschritt erreicht. Erst dank der Beteiligung weiterer Marktteilnehmer wie beispielsweise Sunrise, sei die Festlegung eines neuen Geschäftsmodells überhaupt möglich geworden, liess die IWB verlauten.

Man hat sich darauf geeinigt, dass in Basel nur ein einziges Kabelnetz mit Glasfasern gebaut werde. Swisscom wird also keine eigene Faser besitzen. Dies hatte die Konkurrenz ursprünglich befürchtet. Die IWB wird das Netz in Koordination mit Swisscom bauen und betreiben.
In einem nächsten Schritt sollen in einer Absichtserklärung die Details der Zusammenarbeit mit Swisscom und weiteren Telekom-Anbietern festgelegt werden. Schliesslich sollen sowohl Gewerbekunden als auch Privatanwender von einem freien und gleichen Zugang zum Glasfasernetz profitieren.

auch in Fribourg einigt man sich

In Fribourg sieht die Situation mittlerweile ähnlich aus. Dort baut Swisscom gemeinsam mit dem Westschweizer Stromerzeuger und -verteiler Groupe E ein Glasfasernetz. Auch hier soll die Kooperation die Kosten der Partner senken. Zudem soll die Glasfaserinfrastruktur jedem Dienstleister offen zur Verfügung stehen.

Der Kanton Freiburg beteiligt sich mit 5 Millionen Franken aus dem Wirtschaftsförderungsfonds sowie mit einem zinslosen Darlehen von 15 Millionen Franken an der Finanzierung des Projekts. Die 15 Millionen Franken müssen allerdings noch vom Kantonsrat genehmigt werden. Mit dieser Kooperation übernahm Freiburg Ende März noch vor Basel eine Vorreiterrolle. Denn hierbei handelt es sich um die erste Zusammenarbeit zwischen einem Kanton, einem Stromversorger und einem Netzbetreiber.

Anders als in Basel ist Sunrise dem Fribourger Modell gegenüber skeptisch eingestellt. Zwar begrüsst Sunrise den Bau eines eigenen Netzes. Allerdings wittert diese bereits wieder Wettbewerbsvorteile für Swisscom, weil Kabel mit mehreren Fasern verlegt werden, wovon eine der Swisscom gehören soll.
 
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