Auch Smartphone-Markt bricht wegen Speicherkrise um 20 Prozent ein
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Auch Smartphone-Markt bricht wegen Speicherkrise um 20 Prozent ein

Die weltweiten Smartphone-Verkäufe sind im dritten Quartal 2026 auf den tiefsten Stand seit 14 Jahren gefallen. Steigende Speicherpreise und Lieferengpässe setzen den Herstellern zu. Eine ähnliche Entwicklung zeigt sich auch im PC-Markt.
13. Oktober 2026


Der weltweite Smartphone-Markt ist im dritten Quartal 2026 deutlich eingebrochen. Gemäss vorläufigen Zahlen von Counterpoint Research gingen die Auslieferungen gegenüber dem Vorjahresquartal um 20 Prozent zurück. Damit erreichte der Markt den tiefsten Stand für ein drittes Quartal seit 2012. Hauptverantwortlich sind die anhaltenden Preissteigerungen und Lieferengpässe bei DRAM- und NAND-Speicherchips.

Die Speicherkrise treibt die Produktionskosten der Hersteller in die Höhe. Diese geben die Mehrkosten zunehmend an ihre Kunden weiter. Laut Counterpoint sind die weltweiten Smartphone-Endkundenpreise im bisherigen Jahresverlauf ebenfalls um rund 20 Prozent gestiegen. Gleichzeitig halten Konsumenten ihre Geräte länger im Einsatz oder weichen auf gebrauchte Modelle aus. Besonders stark leidet das preisgünstige Segment, während die Nachfrage nach Premiumgeräten vergleichsweise stabil bleibt.


Von ähnlichen Entwicklungen ist auch der PC-Markt betroffen. Gemäss aktuellen Zahlen von Gartner gingen die weltweiten PC-Auslieferungen im dritten Quartal 2026 um 22,4 Prozent zurück. Auch hier führen steigende Speicherpreise zu höheren Gerätepreisen, während Hersteller ihre knappen Komponenten bevorzugt für margenstärkere Modelle einsetzen ("IT Reseller" berichtete).

Im Smartphone-Markt konnte Samsung seine Spitzenposition trotz eines Absatzrückgangs von 3 Prozent behaupten. Der Marktanteil stieg auf 23 Prozent. Apple erreichte mit 22 Prozent erstmals in einem dritten Quartal einen Marktanteil von mehr als 20 Prozent. Auch Apple lieferte allerdings weniger Geräte aus als im Vorjahr. Die stärkere Nachfrage nach den iPhone-18-Pro-Modellen konnte den Rückgang teilweise abfedern.
Deutlich stärker traf es die chinesischen Hersteller. Xiaomi verzeichnete einen Absatzrückgang von mehr als 30 Prozent und kam noch auf einen Marktanteil von 10 Prozent. Oppo und Vivo mussten Rückgänge von jeweils mehr als 20 Prozent hinnehmen und erreichten Marktanteile von 9 beziehungsweise 8 Prozent. Alle drei Hersteller reagierten mit Preiserhöhungen und einer stärkeren Konzentration auf profitablere Geräte.

Für den weiteren Jahresverlauf erwartet Counterpoint keine wesentliche Erholung. Die Hersteller dürften ihre Produktion weiterhin begrenzen und verstärkt auf höherpreisige Modelle setzen. Eine nachhaltige Erholung der Verkaufszahlen sei erst zu erwarten, wenn sich die Verfügbarkeit und die Preise von Speicherkomponenten wieder normalisieren. (sta)


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