Gartner meldet Einbruch der PC-Auslieferungen um mehr als 20 Prozent
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Gartner meldet Einbruch der PC-Auslieferungen um mehr als 20 Prozent

Nach IDC bestätigt auch Gartner den massiven Einbruch des weltweiten PC-Marktes im dritten Quartal 2026. Die Analysten beziffern den Rückgang auf 22,4 Prozent und sehen vor allem die stark gestiegenen Speicherpreise als Ursache.
13. Oktober 2026


Der weltweite PC-Markt ist im dritten Quartal 2026 massiv eingebrochen. Nach vorläufigen Zahlen von Gartner wurden weltweit 55,4 Millionen PCs ausgeliefert, was einem Rückgang von 22,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal entspricht. Damit fällt das Marktvolumen auf ein Niveau zurück, das zuletzt Anfang 2023 erreicht wurde. Bereits vergangene Woche hatte IDC einen Rückgang von 20,1 Prozent gemeldet ("IT Reseller" berichtette), bei einem allerdings deutlich höheren Auslieferungsvolumen von 62,7 Millionen Geräten. Die unterschiedlichen absoluten Zahlen sind unter anderem auf abweichende Erhebungsmethoden und Marktabgrenzungen zurückzuführen.

Als Hauptursache für den Einbruch nennt Gartner die stark gestiegenen Kosten für Arbeitsspeicher und Massenspeicher. Allein die DRAM-Preise hätten sich im zweiten Quartal gegenüber dem Vorjahr verfünffacht. Die Hersteller würden diese Mehrkosten inzwischen vollständig an ihre Kunden weitergeben, erklärt Gartner-Analystin Namrata Banerjee. Gleichzeitig priorisierten die Hersteller angesichts knapper Komponenten höherpreisige Konfigurationen, wodurch insbesondere günstige Geräte zunehmend aus dem Angebot verschwinden würden.


Anders als beim letzten Markttief Anfang 2023 seien diesmal nicht überfüllte Lager, sondern vor allem hohe Preise für den Rückgang verantwortlich. Privatkunden schieben Ersatzbeschaffungen aufgrund der gestiegenen Kosten auf. Unternehmen wiederum konzentrieren ihre Investitionen auf ausgewählte Bereiche wie Workstations und KI-PCs, anstatt ihre PC-Flotten flächendeckend zu erneuern.

Von der Marktschwäche sind sämtliche sechs grössten Hersteller betroffen. Marktführer Lenovo verzeichnete mit einem Minus von 22,4 Prozent einen Rückgang im Rahmen des Gesamtmarktes und behauptete seinen Marktanteil von 27,1 Prozent. HP musste mit 30,9 Prozent den stärksten Einbruch hinnehmen, konnte seinen zweiten Platz mit einem Marktanteil von 18,7 Prozent aber verteidigen. Dell folgt mit 13,7 Prozent Marktanteil und einem Absatzminus von 25,4 Prozent. Vergleichsweise glimpflich kam Apple davon. Der Hersteller verzeichnete mit 7,1 Prozent den geringsten Rückgang unter den sechs grössten Anbietern und konnte seinen Marktanteil um 1,7 Prozentpunkte auf 10,5 Prozent ausbauen. Gartner führt dies unter anderem auf das Macbook-Portfolio im mittleren Preissegment zurück. (sta)


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