Die Gespräche beim Kunden haben sich verändert. Wer heute als IT-Dienstleister unterwegs ist, hört immer öfter dieselben Fragen: Unter welchem Recht liegen unsere Daten? Was, wenn unser Virtualisierungsanbieter die Bedingungen erneut ändert? Und wie bringen wir KI ins Unternehmen, ohne vertrauliche Daten an eine US-Plattform zu geben? Die Lizenzumstellungen bei VMware, die Debatte über US-Zugriffsrechte wie den CLOUD Act und der Wandel der KI vom Experiment zur Erwartung sorgen dafür, dass diese Fragen nicht mehr warten können. Die Antworten erwartet der Kunde von seinem IT-Partner. Dieser will dafür aber selten ein eigenes Rechenzentrum mit 24/7-Betrieb aufbauen. Genau hier setzt unser Partnermodell an: Wir liefern Plattform, Betrieb und Know-how, der Partner führt die Kundenbeziehung.
Offener Standard statt Lock-in
Basis ist der Naveum Cloud Stack, eine Private-Cloud-Plattform auf KVM, dem offenen Standard für Virtualisierung, kombiniert mit einer ausgereiften Enterprise-Managementschicht und 24/7-Herstellersupport. Die VMs basieren auf offenen Formaten und lassen sich jederzeit exportieren. Wer von vSphere kommt, findet in der Verwaltungskonsole vertraute Konzepte wieder. Die Plattform läuft in vier Schweizer Rechenzentren von Equinix, Digital Realty, Green und dem Rechenzentrum Ostschweiz und ermöglicht georedundante Architekturen mit einer Verfügbarkeit von bis zu 99,99 Prozent gemäss SLA, ausgelegt nach den Anforderungen des jeweiligen Kunden. Sie untersteht Schweizer Recht und hat keine Call-Home-Funktion zum Hersteller. Naveum selbst ist durch TÜV Rheinland nach ISO 27001 zertifiziert, die Rechenzentren verfügen neben ISO 27001 über zahlreiche weitere Zertifizierungen.
Jede Kundenumgebung wird individuell entworfen: Sizing, Storage-Tiers, Netzwerksegmentierung, Backup und Redundanz richten sich nach der Applikation, nicht nach einer Preisliste. Dazu kommt, was ein Partner sonst mühsam zusammenkaufen müsste: private Konnektivität bis zum Standort des Endkunden, Monitoring, Vulnerability Management, Backup und Disaster Recovery sowie Patch- und Lifecycle-Management.
Und der Partner sieht alles. Er kennt die technische Architektur seiner Kundenumgebungen bis ins Detail und hat Einblick in Werte, die bei anderen Providern hinter der Fassade bleiben: Storage-Latenzen, CPU Ready Times, sogar jede Live-Migration einer VM. So kann er seinem Kunden jederzeit belegen, welche Leistung tatsächlich geliefert wird.
Migration aus jeder Ausgangslage
Ob VMware- oder Hyper-V-Cluster im eigenen Serverraum, Workloads bei einem Hyperscaler oder eine Umgebung bei einem anderen Cloud-Anbieter: Die Ausgangslagen der Kunden sind so unterschiedlich wie ihre Gründe für einen Wechsel. Die einen wollen steigenden Lizenzkosten entkommen, andere holen Daten aus US-Clouds zurück in die Schweiz oder suchen nach unberechenbaren Verbrauchsrechnungen planbare Kosten. Wir holen jeden Kunden dort ab, wo er steht. Migriert wird schrittweise – Assessment, Design, Pilot, Cutover – in dem Tempo, das der Endkunde vorgibt, und dank automatisierter Migrationswerkzeuge mit minimalen Ausfallzeiten. Nicht alles muss auf einmal umziehen: Wo eine bestehende Plattform weiterhin sinnvoll ist, betreiben wir auch VMware- oder Hyper-V-Umgebungen, und hybride Szenarien bleiben möglich. Unser Migrationsteam bringt Erfahrung aus Projekten unterschiedlichster Herkunft mit. Der Partner muss diese Spezialisten nicht selbst vorhalten, bleibt aber während des gesamten Projekts das Gesicht gegenüber seinem Kunden.
Persönlich statt Callcenter: Naveum in Adliswil. (Quelle: Ulrike Kiese)
Eigene KI zum Fixpreis
Die Plattform endet nicht bei der virtuellen Maschine. Mit Naveum Dedicated LLM erhalten Kunden eine dedizierte Modellinstanz auf reservierter GPU-Kapazität in unseren Schweizer Rechenzentren, auf Wunsch vollständig über private Anbindung. Eingesetzt werden aktuelle Open-Weight-Modelle, die sich jederzeit austauschen lassen. Genutzt wird das Modell dort, wo gearbeitet wird: im Chat-Frontend mit Active-Directory-Anbindung, auf der Kommandozeile, in der Entwicklungsumgebung oder über eine OpenAI-kompatible API direkt aus eigenen Anwendungen und Automatisierungen. Wir binden an, was der Kunde braucht: Applikationen, Datenbanken, Dokumentenablagen, Logs oder Fachsysteme – über das Model Context Protocol (MCP) oder individuelle Schnittstellen, mit den Berechtigungen des jeweiligen Benutzers und nachvollziehbarem Audit-Log. So wird aus dem Sprachmodell ein Werkzeug, das im Kontext des Unternehmens arbeitet – vom IT-Betrieb über die Softwareentwicklung bis zur Fachabteilung. Für den Partner ist das ein neues Geschäftsfeld mit einem einfachen Argument: ab CHF 2000.– pro Monat zum Fixpreis statt Token-Abrechnung – und kein Datensatz verlässt die Schweiz.
Ein Modell, an dem der Partner verdient
Den Vertrag mit dem Endkunden schliesst der Partner. Wir liefern ihm dafür saubere Verträge und SLAs, die er 1:1 an seine Kunden weitergeben kann: eine Reaktionszeit von einer Stunde während der Geschäftszeiten und von zwei Stunden rund um die Uhr. Im Störungsfall spricht der Partner direkt mit den Engineers, die seine Umgebung betreiben, nicht mit einem Callcenter. Für alle Partner gelten dieselben Konditionen, und Opportunities, die ein Partner bei uns registriert, sind geschützt. So baut er auf einer fairen und transparenten Basis planbare, wiederkehrende Umsätze auf.
So arbeiten wir mit Partnern
Bevor kalkuliert wird, entwerfen wir die Architektur in unserem CTO Design Office gemeinsam mit dem Partner. Er erhält so eine Lösung, hinter der er stehen kann, und lernt die Plattform mit jedem Projekt besser kennen. Dazu kommen technische Schulungen für seine Teams, Unterstützung im Kundengespräch, ein IT-Security-Review der geplanten Umgebung und Marketingunterstützung. Braucht ein Partner einen Service, den es noch nicht gibt, entwickeln wir ihn gemeinsam. So deckt heute ein auf Telefonie spezialisierter Partner mit uns auch das Cloud-Geschäft ab. Die Rollen bleiben dabei klar: Der Partner betreut seinen Kunden, betreibt die Applikationen und leistet den Support. Wir sorgen dafür, dass die Plattform darunter läuft.
Kostenloser Architektur-Workshop
IT-Dienstleister, die Private-Cloud- oder KI-Projekte für ihre Kunden umsetzen wollen, laden wir zu einem kostenlosen Architektur-Workshop in unser CTO Design Office in Adliswil ein. Bringen Sie einen konkreten Kundenfall mit, wir skizzieren die Lösung gemeinsam. Oder lernen Sie einfach unser Partnermodell kennen.
Der Autor
Quelle: Ulrike Kiese
Yves Lauber ist CTO bei Naveum AG und verantwortlich für sämtliche technischen Aspekte des Service-Portfolios. Er ist ein ausgewiesener Virtualisierungs-, Datacenter- und Cloud-Experte mit über 10 Jahren Erfahrung und versteht es, sein profundes Know-how Kunden verständlich zugänglich zu machen.