Künstliche Intelligenz gewinnt im Schweizer IT-Channel zunehmend an wirtschaftlicher Bedeutung. Gemäss einer aktuellen Cisco-Studie erzielen 20 von 35 befragten Partnern aus der Schweiz bereits mehr als die Hälfte ihres Umsatzes mit KI-Implementierungen in Cloud- oder On-Premises-Umgebungen. Aufgrund der kleinen Stichprobe von 35 Unternehmen sind die Zahlen allerdings nicht repräsentativ für den gesamten Schweizer IT-Channel.
Auch auf Kundenseite zeigt sich laut der Studie ein zunehmender wirtschaftlicher Nutzen von KI. So berichten ebenfalls 20 der 35 Partner (57 Prozent), dass der Return on Investment (ROI) ihrer Kunden die Erwartungen erfüllt oder übertrifft. Bei neun Partnern (26 Prozent) bleibt der ROI hingegen hinter den Erwartungen zurück. Gleichzeitig sind 22 der befragten Unternehmen (63 Prozent) der Ansicht, dass KI in den vergangenen zwölf Monaten einen grossen oder sehr grossen Einfluss auf die Wettbewerbsfähigkeit ihrer Kunden hatte.
Die grössten Wachstumschancen sehen die Schweizer Partner beim Ausbau der KI-Infrastruktur. Diesen Bereich nennen 16 der 35 Befragten (46 Prozent), gefolgt von Cloud-basierten KI-Diensten und -Plattformen mit 15 Nennungen (43 Prozent). Beratungsdienstleistungen werden von 14 Partnern (40 Prozent) als bedeutendes Wachstumsfeld eingestuft.
Auch für die kommenden zwölf Monate erwarten die Befragten weitere KI-Investitionen ihrer Kunden. Besonders gefragt dürften demnach agentenbasierte KI-Systeme sein, die von 21 Partnern (60 Prozent) genannt werden. Dahinter folgen generative KI mit 18 Nennungen (51 Prozent) und Datenplattformen mit 17 Nennungen (49 Prozent). Insgesamt rechnen 33 der 35 Partner (94 Prozent) damit, dass KI die Anforderungen an die IT-Infrastruktur ihrer Kunden weiter erhöhen wird.
"Die Partner in der Schweiz sind auf einem wirklich guten Weg, und vielerorts bereits AI-ready. Die KI-Umsätze belegen das klar", sagt Niema Nazemi, Head of
Cisco Channel & Partner Business in der Schweiz. KI sei das Top-Thema für den Schweizer Channel.
(sta)