Der Markt für günstige Smartphones steht laut einer Prognose von Counterpoint Research vor einem deutlichen Rückgang. Bis 2030 sollen weltweit deutlich weniger Geräte mit einem Verkaufspreis unter 200 Dollar ausgeliefert werden als 2025. Die Marktforscher beziffern das Minus auf mehr als 230 Millionen Geräte. Gleichzeitig dürfte sich der gesamte Smartphone-Markt bis zum Ende des Jahrzehnts wieder annähernd auf das Niveau von 2025 erholen.
Als Gründe nennt Counterpoint vor allem steigende Kosten für Speicher und Chips, höhere Mindestanforderungen an die Ausstattung sowie eine geringere Bereitschaft der Hersteller, wenig rentable Einstiegsmodelle anzubieten. Besonders stark betroffen ist deshalb das unterste Preissegment. Ein Teil der Käufer dürfte auf teurere Geräte ausweichen, andere ihr bestehendes Smartphone länger nutzen oder zu gebrauchten beziehungsweise aufbereiteten Geräten greifen.
Für 2030 erwartet Counterpoint insgesamt rund 1,2 Milliarden ausgelieferte Smartphones. Die Stückzahlen bei Geräten ab 200 Dollar sollen dabei um etwa 26 Prozent steigen. Premium-Smartphones sollen bis 2030 im Durchschnitt um jährlich rund 7 Prozent pro Jahr zulegen.
(mw)