Die Schweizerische Post präsentiert ein gutes Halbjahresergebnis, der Digitalbereich ist jedoch nach wie vor ein Minusgeschäft. Gesamt machte
Die Post im ersten Halbjahr 2026 einen Umsatz von 3,67 Milliarden Franken (H1 2025: 3,61 Mio. Franken), unter dem Strich bleiben 173 Millionen Franken, im Vorjahr waren es noch 118 Millionen. Die Gewinne kommen vor allem aus den Bereichen Logistik-Services und Postfinance. Für das Betriebsergebnis belastend waren derweil die Bereiche Postnetz (-50 Mio. Franken) und Digital Services. Letzterer machte im ersten Halbjahr 40 Millionen Franken Verlust, 2025 lag das Segment mit 29 Millionen Franken Verlust noch deutlich weniger tief in den roten Zahlen.
Als Grund nennt die Post vor allem den Ausstieg aus dem elektronischen Patientendossier (EPD). Die Neuausrichtung der Abteilung Digital Health habe das Ergebnis belastet, um diese Effekte bereinigt sei das Ergebnis der Sparte Digital Services derweil um 8 Millionen Franken besser als noch 2025. Positive Auswirkungen auf das Ergebnis von Digital Services hatte laut der Post die höhere Nutzung der digitalen Angebote.
In Zahlen ist das deutlich: Statt knapp 170'000 Kunden im Vorjahr nutzten mehr als 630'000 Kunden die ePost-Dienstleistungen. Der Service "Meine digitale Post" verzeichnete 4,3 statt 2,5 Millionen Sendungen. Dazu kamen vier neue Kantone, die das eVoting-System der Post nutzen.
Digital Health will sich nach dem Aus des EPD fortan auf das elektronische Gesundheitsdossier (E-GD) ausrichten.
(win)