Die Schweizerische Post korrigiert den Umfang des geplanten Stellenabbaus in ihrer Informatik nach unten. Wie "Le Temps" (
Paywall) berichtet, rechnet das Unternehmen nach Abschluss des Konsultationsverfahrens noch mit maximal 40 Kündigungen. Bei weiteren 20 Mitarbeitenden sollen die Arbeitsverträge angepasst werden. Im Juni war noch von 60 Entlassungen und 20 Vertragsänderungen die Rede gewesen ("IT Reseller"
berichtete).
Dass nun weniger Kündigungen notwendig sind, erklärt die Post unter anderem mit Abgängen sowie offenen Positionen, die nicht wieder besetzt wurden. Der Abbau betrifft laut dem Bericht hauptsächlich Führungs- und Supportfunktionen. In der Schweiz beschäftigt die Post rund 1500 IT-Mitarbeitende.
Vorerst nicht weiterverfolgt wird auch der Ausbau des IT-Standorts in Lissabon. Dort wollte die Post ursprünglich rund 200 zusätzliche Stellen schaffen. Wegen der laufenden Veränderungen in der Schweizer IT-Organisation bleiben diese Pläne nun auf Eis. Einen unmittelbaren Zusammenhang zwischen den Kündigungen in der Schweiz und dem Standort in Portugal verneint das Unternehmen jedoch.
Die angekündigten Massnahmen werden frühestens Anfang 2027 umgesetzt. Für Mitarbeitende, die ihre Stelle verlieren oder einen neuen Arbeitsvertrag erhalten, gelten die jeweiligen Sozialpläne der Post. Die Gewerkschaft Syndicom begrüsst den tieferen Stellenabbau, hält aber auch 40 Kündigungen für zu viel. Die Gewerkschaft verlangt zudem, dass die Post ganz auf den Ausbau in Portugal verzichtet.
(dow)