Der Boom im KI-Umfeld sorgt bekanntermassen für einen kräftigen Anstieg der Nachfrage nach Enterprise-SSDs. Aktuelle Zahlen von Counterpoint Research zeigen nun, dass im zweiten Quartal 2026 bereits 48 Prozent der weltweit ausgelieferten NAND-Bits auf Enterprise-SSDs (eSSDs) entfielen. Ein Jahr zuvor waren es erst 26 Prozent.
Bis Ende 2026 dürfte der Anteil laut den Marktforschern auf mehr als 50 Prozent steigen. Die starke Servernachfrage verknappt gleichzeitig das Angebot für Consumer-Produkte und treibt deren durchschnittliche Verkaufspreise nach oben. Der Umsatz des gesamten NAND-Marktes lag im zweiten Quartal laut Counterpoint fünfmal höher als im Vorjahresquartal.
Marktführer nach ausgelieferter Speichermenge blieb
Samsung mit einem Anteil von 25 Prozent. Zum Vergleich: Im zweiten Quartal 2024 waren es noch 32 Prozent gewesen. Counterpoint führt den Rückgang unter anderem auf Kapazitätsbeschränkungen und Samsungs stärkeren Fokus auf margenstarkes DRAM zurück. Auf Platz zwei folgt
SK Hynix mit 22 Prozent Marktanteil. Dabei profitierte der Hersteller insbesondere von seiner Tochter Solidigm, deren ausgelieferte NAND-Menge gegenüber dem Vorquartal um 40 Prozent zulegte.
Erstmals auf den dritten Platz schaffte es der chinesische Hersteller YMTC mit einem Anteil von 14 Prozent. YMTC überholte damit knapp Kioxia. Die ausgelieferte Speichermenge von YMTC stieg gegenüber dem Vorjahr um 22 Prozent und gegenüber dem ersten Quartal um 5 Prozent. Beim Umsatz liegt YMTC allerdings lediglich auf Rang fünf hinter Micron und Kioxia. Grund dafür ist laut den Marktforschern der weiterhin starke Fokus auf Consumer-Produkte und der vergleichsweise geringe Anteil der höherpreisigen Enterprise-SSDs. In der zweiten Jahreshälfte wolle YMTC seinen Produktmix deshalb stärker in Richtung Enterprise-SSDs verschieben, schreibt Counterpoint.
(mw)