Kommt es bei
Swisscom zu internen Reorganisationen, sollen nicht selten Mitarbeitende über 50 entlassen werden. Dies
schreibt der "Blick", und liefert dazu gleich einige Beispiele von Direktbetroffenen. Interne Umstrukturierungen würden dazu genutzt, sich von Mitarbeitenden zu trennen und Entlassungen vorzunehmen, und dass bei diesen Entlassungen oftmals ältere Mitarbeitende dran glauben müssen, weil sie teurer sind, ist zu lesen. Der "Blick" spricht von einer vergifteten Unternehmenskultur, die sich bei Swisscom breitgemacht habe, und von Mitarbeitenden über 50, die aufpassen müssten, Fehler zu machen, und permanent Angst hätten, den Job zu verlieren. Ein weiterer Vorwurf im Artikel geht dahin, dass bei der Besetzung von Kaderstellen im Ausland – namentlich in Deutschland – rekrutiert wird, um Kosten zu sparen.
Swisscom weist die Vorwürfe im "Blick" zurück. Diskriminierung werde im Unternehmen nicht toleriert, und man nehme kritische Rückmeldungen ernst. Zudem würden interne Daten zeigen, dass es keine systematische Benachteiligung älterer Mitarbeitenden bei Stellenabbaumassnahmen gebe. Daran allerdings sind Zweifel erlaubt, denn laut Artikel sei der Anteil der über 50-Jährigen von im Unternehmen 2022 bis 2025 von 35,9 auf 31 Prozent gesunken. Zudem hat das Uvek, das Departement, dass für Swisscom zuständig ist, indirekt bestätigt, dass die Ü50-Altersgruppe vom Stellenabbau bei Swisscom überproportional betroffen ist. Denn laut einer Uvek-Sprecherin betreffe der Stellenabbau nicht nur ältere Mitarbeitende; rund die Hälfte der 2024 und im ersten Halbjahr 2025 betroffenen Personen sei jünger als 50 Jahre gewesen.
(win)