DRAM-Knappheit erreicht alte DDR2-Speicher
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DRAM-Knappheit erreicht alte DDR2-Speicher

Die Verknappung bei älteren DRAM-Speichern verschärft sich weiter, was zur Folge hat, dass die Vertragspreise für DDR2-Speicher im dritten Quartal erneut deutlich steigen.
23. Juni 2026


Die anhaltende Verknappung von DRAM-Speichern hat laut der Marktforscher von Trendforce mittlerweile auch DDR2-Produkte erfasst. Nach einem Anstieg von 55 bis 60 Prozent im zweiten Quartal erwartet Trendforce für das dritte Quartal weitere Preissteigerungen von 35 bis 40 Prozent.

Grund dafür sei die Priorisierung moderner Speichertechnologien durch die drei grossen DRAM-Hersteller. Angesichts der hohen Nachfrage nach HBM- und Server-Speicher für KI-Infrastrukturen würden Produktionskapazitäten für ältere Technologien wie DDR4 reduziert. Gleichzeitig würden Hersteller von Endgeräten ihre Produkte anpassen, um Kosten zu senken und Lieferengpässe zu umgehen. So werden laut Trendforce teilweise DDR4-Konfigurationen durch DDR3 ersetzt, während einzelne DDR3-basierte Systeme neu mit DDR2-Speicher ausgelegt werden. Dadurch weitet sich die Knappheit schrittweise auch auf ältere Speichergenerationen aus.


Hinzu kommt laut Trenforce, dass sich bei Anbietern von DDR2-Speicher – namentlich den beiden Schlüssellieferanten Winbond und ESMT – ebenfalls eine Verschiebung abzeichnet. Während Winbond die Produktion von DDR2 schrittweise zurückfährt und Kapazitäten auf DDR3-, DDR4- und LPDDR4-Produkte verlagert, will Elite Semiconductor Memory Technology (ESMT) die Produktion von DDR2 ausbauen, um die entstehende Angebotslücke teilweise zu schliessen. (mw)


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