Auch Consumer-DRAM wird deutlich teurer
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Auch Consumer-DRAM wird deutlich teurer

Die Preise für Consumer-DRAM sind im März deutlich gestiegen, besonders bei Chips mit weniger als 4 GB. Für das zweite Quartal muss mit einem weiteren kräftigen Anstieg der Preise gerechnet werden.
8. April 2026

   

Die Preise für Consumer-DRAM haben sich im März 2026 spürbar erhöht. Dies berichten die Marktforscher von Trendforce. Betroffen von den höheren Preisen waren vor allem Speicherriegel mit einer Kapazität von weniger als 4 GB. So wurde DDR4-RAM mit 4 GB im Monatsvergleich um mehr als 20 Prozent teurer. Der Preisanstieg war damit deutlich stärker als bei höheren Kapazitäten.

Trendforce erklärt dazu, dass die grossen Anbieter die Produktion von älteren DRAM-Generationen unterhalb von DDR4 zunehmend einstellen würden. Taiwanesische Hersteller hatten ihre Produktion zunächst stärker auf DDR4 ausgerichtet, um zusätzliche Nachfrage aufzufangen. Inzwischen verlagert sich diese Nachfrage laut Trendforce jedoch auch in die Märkte für DDR3 und DDR2. Wegen begrenzter Produktion stiegen die Durchschnittspreise in diesen Segmenten im März um 20 bis 40 Prozent und damit noch stärker als bei DDR4-Produkten.


Für das zweite Quartal geht Trendforce von einem weiteren deutlichen Preisschub aus. Die Vertragspreise für Consumer-DRAM dürften im Vergleich zum Vorquartal um 45 bis 50 Prozent zulegen. Dies, nachdem die Preise im Q1 um 75 bis 80 Prozent zugelegt haben. (mw)


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