GoPro hat seine Anleger offiziell vor einer drohenden Insolvenz gewarnt. Dabei handelt es sich um ein im US-Recht vorgegebenes Vorgehen, sobald ein Unternehmen in wirtschaftliche Schieflage gerät. Wie unter anderem "Bloomberg"
berichtet, hat der Actioncam-Hersteller "ernsthafte Zweifel an der Fortführungsfähigkeit des Unternehmens". Die Warnung folgt auf einen Umsatzrückgang von 26 Prozent im ersten Quartal 2026.
Als zentralen Grund für die sich zuspitzenden wirtschaftlichen Probleme nennt der US-amerikanische Hersteller den KI-Boom beziehungsweise die in diesem Zuge steigenden Speicherpreise. Aber nicht nur die Kosten steigen für
Gopro, gleichzeitig sinkt auch die Verfügbarkeit der dringend benötigten Komponenten und drückt abermals auf den prognostizierten Absatz.
Und im Gegensatz zu grossen Endgeräte-Herstellern wie beispielsweise Apple hat GoPro kaum Möglichkeiten, steigende Komponentenkosten abzufedern oder umzuverteilen. Auch das Weitergeben an die Kunden ist nur bedingt möglich. Der Actioncam-Anbieter will daher mit dem Verkauf von Unternehmenswerten sowie Entlassungen gegensteuern. Auch ein Unternehmensverkauf oder eine Fusion stehen im Raum ("IT Reseller"
berichtete).
(sta)