IBM hat seine Geschäftszahlen für das zweite Quartal ausserplanmässig schon einige Tage früher zusammen mit einem Statement von CEO Arvid Krishna veröffentlicht. Demnach legte der Umsatz im Jahresvergleich um 1 Prozent auf 17,2 Milliarden US-Dollar zu. Allerdings hatten die Analysten mit rund 17,9 Milliarden Dollar gerechnet. Während der Software-Umsatz ein Plus von 5 Prozent verzeichnen konnte, knickte das Infrastruktur-Geschäft um 7 Prozent ein.
Krishna weist in seinem Schreiben darauf hin, dass das Ergebnis schlechter ausfiel als erwartet. Als Grund nennt er das veränderte Kaufverhalten der Kunden. Diese hätten sich vor allem mit Servern, Speicher und Arbeitsspeicher ausgerüstet. "Zwar hatten wir in unseren Prognosen gewisse Auswirkungen durch die Lieferkette einkalkuliert, doch das Ausmass dieser Neuausrichtung der Investitionsausgaben hatten wir nicht vorhergesehen. Hinzu kam, dass die Kunden in diesem Quartal durch sich rasch entwickelnde, branchenweite Bedenken hinsichtlich der Cybersicherheit abgelenkt waren", so der IBM-CEO.
Trotz der Einordnung folgte die Reaktion der Anleger sofort. Die IBM-Aktie brach im vorbörslichen US-Handel zeitweise um mehr als 23 Prozent ein. "Obwohl die Ergebnisse in diesem Quartal hinter unseren Erwartungen zurückblieben, sind wir von der Stärke unseres Portfolios und der strategischen Transformation unseres Geschäfts überzeugt", so Krishna weiter. "Um die Herausforderungen dieses Quartals zu bewältigen, ergreifen wir neue Initiativen und beschleunigen andere – alles mit dem Ziel, unsere Ergebnisse in Zukunft zu verbessern." Mit der regulär geplanten Vorstellung der Zahlen am 22. Juli will
IBM dann weitere Einzelheiten nennen.
(sta)