Die ICT-Networkingparty hat sich längst als Fixpunkt im Kalender der Schweizer ICT-Szene etabliert – auch wenn die Zahlen der Pre-Corona-Zeit nicht mehr ganz erreicht waren, als sich teils gegen 1400 Gäste im Berner Kursaal einfanden. Zur diesjährigen 23. Ausgabe konnten die Macher des Networking-Events um Organisatorin Vanja Kohli 882 Gäste begrüssen. Kohli war es denn auch, die den Abend traditionsgemäss eröffnete und dabei auch gleich dessen Motto durchgab, das heuer lautete: "Wer sucht, der findet."
Judith Bellaïche, Präsidentin des Telekommunikationsverbands
Asut, eröffnete das inhaltliche Programm. Sie thematisierte dabei die aktuelle geopolitische Lage und stellte die Frage, welche Rolle die Schweiz als kleines, aber durchaus potentes Land in der heutigen (digitalen) Welt einnehmen könne. Ein möglicher Ansatz: die Schweiz als internationaler Knotenpunkt für sichere Datenflüsse.
Für viel Aufmerksamkeit sorgte Antje Rindlisbacher. Die Rechtsmedizinerin der Uni Bern gab einen spannenden und dem anspruchsvollen Thema zum Trotz immer wieder auch unterhaltsamen Einblick in ihren Arbeitsalltag – von den Fundorten ihrer "Klienten" über Todesursachenermittlung bis hin zur forensischen Spurensuche. Auf explizites Bildmaterial verzichtete sie zur Erleichterung des Anwesenden – ihre Ausführungen selbst reichten aus, um mehrfach für Raunen im Publikum zu sorgen.
Auch der zweite Fachvortrag drehte sich ums Suchen und Finden – allerdings im Tierreich. Christian Kropf, Zoologe mit Spezialgebiet Spinnen und Leiter Biowissenschaften am Naturhistorischen Museum in Basel, zeigte anhand verschiedener Tierarten auf, wie vielfältig und auch hinterlistig Strategien zur Nahrungssuche oder Fortpflanzung sein können.
Judith Bellaïche, Präsidentin des Telekommunikationsverbands Asut, thematisierte in ihrem Referat die Rolle der Schweiz in der heutigen (digitalen) Welt. (Quelle: SITM)
Rechtsmedizinerin Antje Rindlisbacher gewährte einen überaus spannenden Einblick in ihren Arbeitsalltag. (Quelle: SITM)
Zoologe Christian Kropf zeigte in seinem Referat, wie trickreich Tiere ihre Beute suchen und auch finden. (Quelle: SITM)
Simon Pierro wusste mit seiner Zaubershow zu begeistern – mit dem iPad, aber auch mit einem einfachen Apple-Ladekabel oder einem Bilderrahmen. (Quelle: SITM)
Die Tischgäste von ICT-Networkingparty-Initiant Fritz Sutter (v,m): Der langjährige Swisscom-Mann Erich Stettler (v.r.), der ehemalige Swisscom-CEO und ehemalige IBM-Europa-Chef Tony Reis (v.l.), der Finanzspezialist und ehemalige Wincasa-CFO Stefan Meier (h.l.), Daniela Decurtins, Direktorin beim Verband der Schweizerischen Gasindustrie (h.m.), sowie der ehemalige Swisscom- und SBB-Kommunikationschef Werner Nuber (h.r.). (Quelle: SITM)
Der Swico-Tisch mit Giancarlo Palmisani, Leiter Verbandsdienstleistungen Swico, Barbara Perriard, Leiterin Politische Rechte bei der Bundeskanzlei, Swico-CEO Jon Fanzun, Nadja Perroulaz, Partnerin bei Liip sowie Chris Krammer, Partner bei Wavestone (v.l.n.r.). (Quelle: SITM)
Zum Abschluss des offiziellen Teils folgte ein Wechsel ins Showsegment. Simon Pierro, international bekannt als iPad-Magier mit über 100 Millionen Klicks auf Youtube, kombinierte klassische Zauberkunst mit digitalen Effekten. Was er direkt auf dem Bildschirm seines Tablets oder auch mit einem Apple-Ladekabels inszenierte, sorgte für beste Unterhaltung und ist schwer in Worte zu fassen – darum die Empfehlung für alle, die im Januar nicht in Bern zu Gast waren: Youtube konsultieren.
Nach dem offiziellen Teil ging der Abend nahtlos in den Networking-Teil über. In geselliger Runde, beim einen oder anderen Bier und angeregtem Austausch, nutzten die Gäste die Gelegenheit, Kontakte zu pflegen oder zu knüpfen, Diskussionen fortzusetzen und den Abend gemeinsam ausklingen zu lassen.
Der Termin für die nächste ICT-Networkingparty steht bereits fest: Am 21. Januar 2027 trifft sich die Branche erneut im Berner Kursaal.
(mw)