Oracle von Anlegern wegen Täuschung verklagt

Oracle von Anlegern wegen Täuschung verklagt

In einer Sammelklage werfen Anleger dem Technologiekonzern Oracle vor, die Kosten für KI-Infrastruktur falsch angegeben zu haben und zum Finanzbedarf falsche Angaben gemacht zu haben.
16. Januar 2026

   

Oracle wurde am Mittwoch von Anteilseignern verklagt, die dem Technologieriesen vorwerfen, sie beim Kapitalbedarf für KI-Infrastruktur getäuscht zu haben, so ein Bericht von "Reuters". In der am Mittwoch bei einem New Yorker Gericht eingereichten Sammelklage wird dem Konzern vorgeworfen, bei der Ausgabe von Anleihen über 18 Milliarden Dollar im letzten September verschwiegen zu haben, dass beträchtlich mehr Mittel nötig seien für den Ausbau der KI-Infrastruktur. Die Aussage in den Emissionsunterlagen, Oracle müsse möglicherweise weitere Kredite aufnehmen, sei falsch, heisst es, da das Unternehmen dies bereits vorher geplant habe.


Die Investoren seien in der Folge überrascht worden, als Oracle nur sieben Wochen später Kredite über weitere 38 Milliarden Dollar aufgenommen hatte, um zwei weitere Rechenzentren für OpenAI zu finanzieren. Oracle hatte mit OpenAI vereinbart, dem KI-Pionier Rechenleistung für 300 Milliarden Dollar bereitzustellen ("IT Reseller" berichtete). Die Reaktion des Anleihemarktes auf die zusätzlichen Schulden von Oracle fiel dann heftig aus und die Anleihegläubiger mussten massive Werteinbussen in Kauf nehmen. Die Klage richtet sich an Oracle-Gründer Larry Ellison, die ehemalige CEO Safra Catz sowie die involvierten Banken. (rd)


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