«Unser Lagerwert befindet sich auf Rekordhöhe»

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Artikel erschienen in Swiss IT Reseller 2021/05 – Seite 1
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1. Mai 2021 - Seit Anfang Februar amtet Andrej Golob als CEO von Alltron. Im Interview spricht er über seine Motivation für den Job und seinen Start, die Herausforderungen rund um die Pandemie und die Entwicklung, die Alltron in diesem Jahr machen möchte.
«Unser Lagerwert befindet sich auf Rekordhöhe»
«Wir wollen unsere ­Unterstützung bezüglich Vertrieb und Marketing verbessern.» Andrej Golob, CEO, Alltron (Quelle: zVg)
«Swiss IT Reseller»: Bevor wir auf Ihre aktuelle Position zu sprechen kommen, erlauben Sie mir eine Frage zu Ihrer letzten Herausforderung: Wie schwierig ist der Job als Managing Director von Xerox Schweiz?
Andrej Golob:
Die Herausforderung war eine komplett andere als sie es als CEO von Alltron ist. Xerox bewegt sich in einem schrumpfenden Markt, und die Führungsaufgabe in einem schrumpfenden Markt hat einen ganz anderen Charakter und auch unschöne Seiten – da man eher etwas ab- anstatt aufbaut. Man ist täglich mit der Kostenthematik respektive der Reduktion derselben konfrontiert, und Erfolgsmomente sind seltener, weil sich alle um die wenigen Deals, die es am Markt gibt, streiten. In einem solchen Setting gilt es als Country Manager Wege zu finden, die Leute trotzdem motivieren und auf eine gute Art führen zu können. Das war zweifelsohne herausfordernd.

Und auch der Grund, warum Sie den Job nach knapp anderthalb Jahren wieder aufgegeben haben?
Nein, das nicht. Mit dem Angebot, CEO von Alltron werden zu können, hat sich einfach eine Möglichkeit eröffnet, die ich nicht ausschlagen konnte, auch wenn der Zeitpunkt nicht optimal war. Denn wir waren bei Xerox auf einem guten Weg, den ich definitiv auch weiter hätte verfolgen wollen, wäre diese Vakanz nicht an mich herangetragen worden. Der Abschied bei Xerox fiel mit nicht leicht, doch die Position, die ich jetzt innehabe, ist für mich ein Traumjob.
Was macht die Position als Alltron-­CEO denn zum Traumjob? Was hat Sie an der Aufgabe gereizt?
Ein wesentlicher Faktor war die Möglichkeit, für ein Schweizer Unternehmen anstatt für einen internationalen Konzern tätig zu sein – mit kurzen Entscheidungswegen innerhalb der Unternehmensleitung und zum Verwaltungsrat. Überzeugt hat mich aber auch, wie sich die Competec-Gruppe, zu der All­tron gehört, in den letzten Jahren gewandelt hat und wie sich das Unternehmen ständig neu zu erfinden versucht und innovativ bezüglich dessen ist, wie es geführt und gelebt wird. Ebenfalls für Competec spricht zudem der Umgang innerhalb der Unternehmensleitung und ganz grundsätzlich die Kultur im Unternehmen. Und nicht zuletzt ist die Aufgabe darum spannend, weil Alltron als Distributor verschiedenste Vertriebskanäle bedient – viele Retailer, die riesige und sehr kompetente Fachhändler-Landschaft, das Lösungsgeschäft über die VARs und auch Brack.ch. Diese verschiedenen Kanäle eröffnen zahlreiche Chancen, unser breites Sortiment spielen zu können. Das macht uns für Hersteller attraktiv, ­wodurch wiederum auch der Channel profitiert.

Sie haben die angenehme Zusammenarbeit auf Management-Ebene angesprochen. Wie präsent sind Competec-CEO Martin Lorenz und vor allem auch Inhaber Roland Brack?
Roland Brack beschränkt sich auf seine Rolle als Verwaltungsratspräsident. Sein Spirit ist im Unternehmen nach wie vor präsent, er selbst aber versucht sich klar zurückzunehmen und mischt sich in keiner Weise ins operative Business ein. Mit Martin Lorenz tausche ich mich derweil praktisch täglich aus, und auch sonst ist der Austausch in der Unternehmensleitung sehr intensiv. ­Silodenken kennt man bei Competec nicht, vielmehr versucht man die gemeinsamen Möglichkeiten auszuloten, was ich enorm schätze.

Allerdings ist gerade die Verknüpfung von Alltron und Brack.ch – dieses Bedienen des direkten und indirekten Kanals aus derselben Gruppe hinaus – ein ständiges Thema im Channel. Wie ist Ihre Wahrnehmung diesbezüglich?
Ich verstehe, dass das ein Thema im Channel ist. Gleichzeitig muss man aber sehen, dass auch die meisten Hersteller sowohl das direkte als auch das indirekte Geschäft verfolgen und das irgendwie managen müssen. Hier wie dort ist es dabei einfach wichtig, klare Regeln aufzustellen, diese Regeln fair einzuhalten und transparent zu sein. Gleichzeitig glaube ich, dass dieses ­hybride Modell im Fachhandel heute auch auf mehr Akzeptanz stösst als noch vor einigen Jahren. Denn auch der Fachhandel kauft mal bei Alltron ein, mal bei Digitec und mal bei Brack.ch – je nachdem, was für ihn gerade passt. Der ICT-Vertrieb ist nicht länger schwarzweiss, umso wichtiger sind klare Regeln und eine Differenzierung mit eigenen Dienstleistungen.
 
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