Vom allgemeinen Aufwind im PC-Markt profitiert auch das Geschäft mit Refurbished IT. Der Absatz generalüberholter Geräte stieg in den fünf grössten Märkten Europas – Italien, Grossbritannien, Deutschland, Spanien und Frankreich – im vierten Quartal 2025 um 7 Prozent, wie die Analysten von Context schreiben. Grossbritannien sticht dabei besonders hervor: Dort hat sich das Verkaufsvolumen verdoppelt.
"Unsere aktuelle Analyse zeigt, dass sich Second-Life-Computing entscheidend zum Mainstream entwickelt, wobei sich Grossbritannien zum am schnellsten wachsenden Markt in Europa entwickelt", sagte Jacky Chang, ESG-Spezialist bei
Context. "Angesichts des Preisdrucks, des begrenzten Angebots und der Prioritäten im Bereich Nachhaltigkeit haben Einzelhändler nur wenig Zeit, um ihre Strategien neu auszurichten."
Bei Notebooks dominiert weiterhin die Preisklasse von 200 bis 300 Euro, die rund 40 Prozent des Umsatzes ausmacht. Gleichzeitig legte das Segment zwischen 300 bis 400 Euro von 15 Prozent auf 23 Prozent zu. Laut Context deutet das darauf hin, dass Verbraucher bereit sind, für verbesserte Spezifikationen innerhalb der Kategorie der generalüberholten Produkte etwas mehr auszugeben.
"Der Trend geht zu Geräten mit besserer Ausstattung und höherem Wert. In einem Markt mit festen Lieferbeschränkungen können diese eine attraktive Lösung für Einzelhändler und Verbraucher sein, die nach einer soliden Alternative suchen", sagt Jacky Chang weiter. Angesichts der anhaltenden Komponentenverknappung und des Preisdrucks auf dem Primärmarkt bieten generalüberholte Geräte Einzelhändlern laut den Analysten die Möglichkeit, ihre Margen zu schützen und gleichzeitig die Nachfrage der Verbraucher nach erschwinglichen Computern zu befriedigen.
(sta)