Die weltweiten Ausgaben für Cloud-Infrastrukturdienste sind im dritten Quartal 2025 auf 102,6 Milliarden US-Dollar gestiegen. Das entspricht einem satten Plus von 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wie eine aktuelle Analyse von Omdia zeigt. Damit wächst der Markt bereits zum fünften Mal in Folge um mehr als 20 Prozent – getrieben vor allem durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in Unternehmen. Die Analysten sehen hier eine zunehmende, gewinnbringende Verschiebung von einer experimentellen Phase zu praxistauglichen Konzepten.
Amazon Web Services,
Microsoft Azure und
Google Cloud dominierten den Markt auch im dritten Quartal und vereinten zusammen 66 Prozent der globalen Cloud-Infrastruktur-Ausgaben auf sich. Während
AWS um 20 Prozent zulegte, konnten Microsoft und Google Cloud jeweils um mehr als 35 Prozent wachsen. Steigende Auftragsbestände bei allen drei Anbietern deuten laut Omdia zudem auf eine anhaltend hohe Nachfrage hin.
Wie die Analyse aufzeigt, verlagert sich der Wettbewerb unter den Hyperscalern zudem zunehmend von einzelnen KI-Modellen hin zu umfassenden Plattformen, die den breitgefächerten Anforderungen von Unternehmen entsprechen. Daher investieren die Hyperscaler verstärkt in Managed-AI-Plattformen und Agent-Frameworks, die auch Drittanbieter-Dienste integrieren. "Die Zusammenarbeit innerhalb des Ökosystems bleibt weiterhin entscheidend", sagte Rachel Brindley, Senior Director bei Omdia. "Die Unterstützung mehrerer Modelle wird zunehmend als Produktionsanforderung und nicht mehr nur als Feature angesehen, da Unternehmen bei generativen KI-Workloads auf Ausfallsicherheit, Kostenkontrolle und Flexibilität bei der Bereitstellung setzen."
(sta)