Der Lernende: Daniel Tschudi, Managing Director, Ricoh Schweiz

Der Lernende: Daniel Tschudi, Managing Director, Ricoh Schweiz

Artikel erschienen in Swiss IT Reseller 2019/09 – Seite 2
Link auf diesen Artikel als E-Mail versenden
X
Empfänger:
Ihr Name:
Ihre Mailadresse:

Liebe für Interaktion

Im Gespräch betont Tschudi mehrfach die Relevanz seiner Mitarbeitenden, seiner Familie und den Menschen in seinem Umfeld. Er ist eine aufgeschlossene Natur, mag Gesellschaft und Diversität und pflegt seine Kontakte bewusst, sowohl privat als auch geschäftlich. Das zeichnet auch seinen Führungsstil aus.

Während seiner Karriere habe er gelernt, dass Hierarchien unwichtig sind, während Diversität für den Erfolg eines Teams von grösster Relevanz ist. Tschudi: "Am Anfang seiner Karriere stellt man immer die Menschen an, die sind wie man selbst. Ich glaube heute sehr stark daran, dass eine Organisation von den Unterschieden und Stärken der verschiedenen Menschen lebt. Auch ein hoher Frauenanteil und die Beschäftigung von Teilzeitkräften sind wichtig. Ob ich nun Managing Director bin oder nicht ist irrelevant – wir funktionieren nur als Team."

Bereicherung durch Diversität

Grösstmögliche Diversität und seine Leidenschaft für zwischenmenschliche Interaktionen pflegt er auch privat mit einem grossen Freundeskreis aus verschiedensten Lebensbereichen von Beruf bis Sport. Auch engagiert er sich gerne sozial, etwa über den Lions Club, den er vergangenes Jahr präsidierte, wie auch über soziale Engagements seines Arbeitgebers. "Uns geht es hier sehr gut und ich empfinde es als bereichernd, wenn man einige seiner Tage im Jahr anderen Menschen schenken kann, denen es nicht so gut geht", führt er aus.

Balance findet Tschudi im Sport, seiner lebenslangen Leidenschaft. "Für mich ist der Sport sicherlich mehr als ein einfacher Ausgleich", so Tschudi. Fast sein Leben lang fährt der gebürtige Glarner schon Ski und verbringt im Winter praktisch jedes Wochenende im Schnee. Zu seinem 50. Geburtstag hat er sich gar einen "Bubentraum" erfüllt und verbrachte eine Woche beim Heli-Skiing in Kanada. Wenn gerade kein Schnee verfügbar ist, fährt er Fahrrad oder spult zu Fuss Kilometer ab. "Ich bin viele Marathons gelaufen – das war bisher immer meine jährliche Mental-Challenge", erklärt er. Als der "flache Marathon" nicht mehr genug war, absolvierte er einen Bergmarathon, wo zu den 42 Kilometern noch 1700 Höhenmeter hinzukamen. "Das ist es, was ich meine, wenn ich sage, dass Sport mehr als ein Ausgleich ist", so Tschudi, "die regelmässigen Ausdauer-Einheiten sind der normale Ausgleich, ja. Aber es ist für mich auch eine mentale Herausforderung, ein Veränderungsprozess und es ist letztlich auch Lernen." Und so kommen im Sport immer wieder neue Challenges hinzu, denen er sich aussetzt. Etwa das Langlaufen (beide Stile) oder seit drei Jahren der Triathlon. Da er davor aber weder Langlaufen noch schnell schwimmen konnte, nahm er sich für beides einen Lehrer – ganz nach seinem Vorsatz des ewigen Lernens. "Es braucht ab und zu einen Lehrer, das verlangt Offenheit und Flexibilität. Auch das sind Parallelen zu unseren Jobs", erklärt er.

Neuen Kommentar erfassen

Kommentare werden vor der Freischaltung durch die Redaktion geprüft.
Anti-Spam-Frage:
Welche Farbe hatte Rotkäppchens Kappe?
Antwort:
Name:
E-Mail:
GOLD SPONSOREN
SPONSOREN & PARTNER