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"Die Löhne kommen vermehrt unter Druck"

"Die Löhne kommen vermehrt unter Druck"

Artikel erschienen in Swiss IT Reseller 2019/07 – Seite 2
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Und wie erfolgreich sind die Firmen damit?
Active Sourcing richtig betrieben ist ein grosser Aufwand. Denn dann sind es nicht die Mitarbeitenden aus dem HR, die potentielle Kandidaten kontaktieren, vielmehr müssen sich Leute aus der Linie um das Kandidaten-Netzwerk kümmern und den sozialen Kontakt pflegen. Wenn ein Linienvorgesetzter nun zehn Kandidaten betreuen muss, sich ab und an mit ihnen für ein Essen oder ein Bier treffen muss, verleidet ihm das rasch. Als weiterer kritischer Faktor kommt hinzu, dass es als Unternehmen immer heikel ist, bei einem Marktbegleiter Mitarbeiter zu kontaktieren. Selbst wir als Headhunter müssen hier mit grosser Sorgfalt vorgehen.

Weshalb?
Zum einen sprechen die Leute miteinander, heute viel mehr als früher, und sitzen oft zusammen in einem Grossraumbüro. Wenn mehrere Kandidaten in derselben Firma interessant wären, kann man sich mit einem einzigen falschen Telefonat einen ganzen Kandidatenpool zerstören. Als Konkurrent ist die Situation doppelt heikel, weil das Abwerben von Mitarbeitern zwangsläufig für böses Blut und einen schlechten Ruf in der Branche sorgt.
Mit welchen Argumenten kann man als Unternehmen, das Mitarbeiter sucht, ICT-Fachkräfte typischerweise für sich begeistern?
In meiner Erfahrung ist es – gerade bei Technikern und Entwicklern im Gegensatz zu Sales-Leuten, die eher monetär getrieben sind – selten der Lohn. ICT-Spezialisten lassen sich viel eher mit coolen Projekten überzeugen. Moderne Entwicklungstechnologien und Managementmethoden sind ebenfalls Argumente, die ziehen. Auch die Firmenkultur und zeitgemässe Arbeitsformen und -plätze sind wichtig.

Von Integratoren und Resellern hört man, dass sie bei der Mitarbeitersuche oft gegen Grossunternehmen antreten und dabei Mühe bekunden, beim Gehalt mitzuhalten. Welche Vorzüge kann denn ein KMU dem hohen Lohn entgegenhalten?
Grundsätzlich ist es so, dass es Mitarbeiter gibt, die sich eher in grossen Organisationen wohl fühlen und die Anonymität in solchen Unternehmen schätzen. Diese Leute sind dann auch bereit, zu akzeptieren, dass sie letztlich einfach eine Nummer sind und bei Restrukturierungsmassnahmen der so­ziale Aspekt nicht selten auf der ­Strecke bleibt und mit dem Kamm gestrählt wird. Und dann gibt es Kandidaten, die das familiäre Umfeld eines KMU suchen, wo das Persönliche eine deutlich grössere Rolle spielt und man nicht beim geringsten Gegenwind damit rechnen muss, die Kündigung zu erhalten. In einem KMU ist man Teil einer Art Familie, und ein Familienmitglied wird nicht einfach so ausgestossen.

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