Blickpunkt Häfliger

Algorithmen sind böse, ­Künstliche Intelligenz ist lieb

Algorithmen sind böse, ­Künstliche Intelligenz ist lieb

Artikel erschienen in Swiss IT Reseller 2018/10 – Seite 2
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Algorithmen sind böse

Aber Algorithmen sind ja eh out. Die einstige Begeisterung für sie hat sich seit dem Bekanntwerden der Daten­skandale bei Facebook und dem Misstrauen, das von Seiten Politik und Öffentlichkeit plötzlich aufgepoppt ist, radikal in Ablehnung gekehrt. Algorithmen sind böse – so böse, wie es früher mal die Künstliche Intelligenz war. Dieses Konstrukt muss nun aber plötzlich für alles und jedes herhalten. Okay, Machine Learning geht auch noch knapp durch. Am schönsten hält aktuell die Künstliche Intelligenz meiner Beobachtung nach in der Welt der Cybersecurity Einzug. KI kann jetzt scheinbar verdächtiges Verhalten schon im Voraus erkennen. Dabei weiss doch jedes Kind, dass die IT-Sicherheit den Angreifern immer hinterher hinkt. Liest man solche Unterlagen aber genauer, stellt man denn auch fest, dass es nicht "KI macht" heisst, sondern bei "KI kann" bleibt. Die PR-Abteilung wird vermutlich sogar noch den Konjunktiv ("KI könnte") in den Indikativ verdreht haben. Also wirklich, was KI alles können soll, kann ich selbst im Internet nachlesen. Dafür braucht’s doch keinen "Head of", der mir das erklärt. Also frage ich: wohin soll das noch führen, wenn schon bald jede Datenbankabfrage als Künstliche Intelligenz verkauft wird? Künstliches Leben vielleicht?

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