Billennium plant Eröffnung von Niederlassung in der Schweiz
Quelle: Billennium

Billennium plant Eröffnung von Niederlassung in der Schweiz

Der polnische Software-Entwicklungs- und IT-Services-Anbieter Billennium will seine Aktivitäten in der Schweiz ausbauen, mit einer Niederlassung und neuen Partnerschaften.

Artikel erschienen in Swiss IT Reseller 2022/10

     

Billennium möchte in der Schweiz in den Bereichen IT-Entwicklung, IT-Outsourcing und in der Projektrealisierung verstärkt Fuss fassen. Billennium? Manch einem dürfte das Unternehmen Stand heute noch kein Begriff sein. Die Wurzeln des Unternehmens liegen in Polen, es ist seit 20 Jahren auf dem Markt aktiv und befindet sich nach wie vor in den Händen der beiden Gründer. Aktuell beschäftigt Billennium rund 1800 IT-Fachkräfte an elf Standorten total, davon sieben in Polen und einer in Deutschland, genauer gesagt in Frankfurt, sowie je einer in Kanada, in Indien und in Malaysia.


Als eines der strategischen Ziele hat Billennium die Expansion ausgerufen, die Nina Nourafrouz ausführt. Nina Nourafrouz ist Geschäftsführerin von Billennium in Deutschland und in dieser Funktion für die DACH-Region, in die das Unternehmen zuletzt expandiert hatte, und damit auch für die Schweiz verantwortlich. «Die Schweiz ist für uns schon seit vielen Jahren sehr wichtig, und zwar darum, weil rund 800 unserer Fachkräfte im Bereich Life Science unterwegs sind – sprich in der Pharma- und Chemiebranche. Entsprechend zählen wir in der Schweiz natürlich schon heute zahlreiche Kunden.» Diesen Kunden helfe Billennium einerseits dabei, den bestehenden IT-Betrieb zu optimieren und die IT-Landschaft zu modernisieren. Andererseits unterstütze man die Kunden auch dabei, Innovationen einzuführen, etwa im Bereich Big Data und Künstliche Intelligenz.

Näher bei den Schweizer Kunden

«Nach der Pandemie streben wir nun an, wieder näher bei unseren Kunden zu sein.» Aus diesem Grund suche man aktuell für die Schweiz Business-Experten und Berater, welche direkt mit den Kunden agieren. «Unsere Kunden wünschen das, das haben sie uns klar vermittelt. Die Fachkräfte, die an Projekten strategisch mitarbeiten und mit am Tisch sitzen, sollen lokal vor Ort sein.» Doch mit dem Einstellen von Personal vor Ort in der Schweiz soll es nicht getan sein. Nina Nourafrouz: «Unser Ziel für die Zukunft lautet, eine Schweizer Niederlassung zu gründen. Gespräche diesbezüglich werden Ende Oktober anlaufen, weshalb ich Stand heute davon ausgehe, dass wir dieses Projekt für 2023 konkret in Angriff nehmen werden.»


Daneben verfolgt Billennium für die Schweiz aber noch weitere Ziele – Partner sind ein grosses Thema für das Unternehmen. Man suche Kooperationen mit System- und Softwarehäusern sowie Partnerschaften mit IT-Dienstleistern, denn: «Wir wollen unser Eco-System mit neuen Partnern erweitern», erklärt Nina Nourafrouz. «Für uns ist wichtig, dass wir unsere Kunden gemeinsam mit Partnern bedienen können. Denn die IT-Welt ist zu komplex geworden, als dass ein Unternehmen sämtliche Bedürfnisse des Kunden alleine abdecken kann.» Dabei sei es Billennium wichtig, lokale Partnerschaften zu pflegen.

Gesucht: Lösungsanbieter und Berater

Interessant als Partner seien insbesondere Unternehmen, die selbst Technologielösungen, Produkte oder SaaS-Lösungen im Portfolio haben. Reine Integrationspartner seien eher weniger ein Thema, denn die Disziplin Integration beherrsche Billennium selbst sehr gut. «Ebenfalls spannend für uns sind dafür Partner, die stark sind im Bereich Prozess-Management und Prozessberatung, die also eher theoretisch veranlagt sind. Solche Partner passen gut zu uns, weil unsere Stärke im praktischen Teil liegt.» Nina Nourafrouz berichtet dabei von viel Offenheit seitens der potenziellen Partner angesichts des neuen Players auf dem Schweizer Markt: «In meiner Erfahrung sind es nur wenige Unternehmen, bei denen der Konkurrenzgedanke vorherrscht. Immer mehr Marktteilnehmer sind offen dafür, Partnerschaften einzugehen und zu kooperieren, vor allem dann, wenn wir ihnen unseren Mehrwert aufzeigen können.» Das hänge sicher auch damit zusammen, dass Billennium mehr in eine Partnerschaft einbringe als blanke Effizienz und Zahlen. «Wir sind sehr agil und flexibel und in der Lage, auch die Nische abzudecken. Ausserdem ist es uns ein Anliegen, dass wir auch organisatorisch und kulturell zu unseren Partnern passen», sagt Nina Nourafrouz. «Der Markt hat aber auch verstanden, dass wir einander brauchen, dass es ohne Partner und ohne ein Netzwerk nicht geht.»


Was die Spezialisierung der neuen Partner angeht, sei man grundsätzlich offen, erklärt die DACH-Verantwortliche von Billennium zum Abschluss. Aktuell habe man hierzulande einen grossen Fussabdruck in der bereits erwähnten Pharma- sowie auch in der Automations-Branche. Man sei als Unternehmen aber auch in anderen Branchen unterwegs – beispielsweise im öffentlichen Sektor oder auch im Bereich Finance. «Partner mit Fokus auf diese Bereiche würden entsprechend sehr gut zu uns passen», ist sich Nina Nourafrouz sicher. (mw)


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