Schweizer KMU läuten Krisenmodus ein

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(Quelle: mohamed_hassan/pixabay)
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4. Mai 2022 - Die derzeitige Krisenlage macht Schweizer KMU zu schaffen, sodass getrübte Zukunftsaussichten vorherrschen. Zu den grössten Sorgen gehören die Wirtschaftskrise, der Krieg und Cyberattacken.
Schweizer KMU sind im Krisenmodus: Eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag von Visable ergab, dass sich Schweizer KMU im Krisenmodus befinden und 71 Prozent der befragten KMU in den nächsten drei Jahren weitere Krisen der aktuellen Grössenordnung erwarten. "KMUs haben gerade richtig zu kämpfen. Auf eine Krise folgt die nächste", betont Peter Schmid, CEO von Visable. Die Umfrage zeigt auch gleich auf, von welchen Krisen die Rede ist. Eine Wirtschaftskrise wird mit 28 Prozent als grösstes Krisenszenario angesehen. Platz zwei belegt mit 17 Prozent der Krieg. Darauf folgen Pandemien (16%) und Cyberattacken (12%) als grösste Sorgen der befragten KMU.

Die Bedrohung der Krisenszenarien ist real: 37 Prozent der befragten KMUs geben an, dass ihr Unternehmen seit Anfang 2021 bis zu einem Viertel des Umsatzes eingebüsst hat – jedes fünfte Unternehmen (20%) hat sogar noch höhere Umsatzverluste erlitten. Ursachen der Umsatzverluste sind massiv steigende Kosten. Ins Gewicht fallen mit 34 respektive 39 Prozent besonders steigende Rohstoff- und Energiepreise – weitere 30 Prozent klagen über Lieferkettenprobleme.

Die Unternehmen reagieren auf die Krisenlage mit diversen Massnahmen. Mit 23 Prozent ist der Abbau von Personal die beliebteste Massnahme, gefolgt von Kurzarbeit mit 18 Prozent. Weitere Massnahmen sind erhöhte Rückstellungen, die Diversifizierung der Absatzmärkte, die Investition in IT-Kompetenz und die Mitarbeiterschulung für Risiken- oder Krisenszenarien. Weiterhin wird auch fleissig politische Unterstützung gefordert. Über ein Drittel der Unternehmen (34%) wünscht Steuersenkungen und andere finanzielle Unterstützung. Weitere 30 Porzent fordern einen Bürokratieabbau und höhere gesetzliche Flexibilität. (rf)

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