Toshiba soll zwei- statt dreigeteilt werden

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(Quelle: Toshiba)
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7. Februar 2022 - Toshiba hat einen neuen Plan für seine Aufspaltung vorgelegt. Dieser sieht die Aufspaltung in zwei Unternehmen vor, wobei das Infrastrukturgeschäft bei Toshiba verbleiben und das Device-Geschäft ausgelagert werden soll. Entschieden wird im Rahmen einer aussergewöhnlichen Generalversammlung im März.
Nach der Kritik einiger Grossaktionäre soll Toshiba einen zweiten Anlauf für eine Aufspaltung des Mischkonzern nehmen. Der neue Plan sieht die Zerlegung des Geschäfts in zwei statt wie bisher angedacht drei Unternehmen vor, wie "Elektroniknet" berichtet.

Nach der Aufspaltung sollen unter dem Namen Toshiba/Infrastructure Service Co. die Bereiche Energy Systems & Solutions, Infrastructure Systems & Solutions, Digital Solutions und Battery in einem Unternehmen zusammengefasst werden. Zudem sollen dort auch die Anteile an der Kioxia Holding untergebracht werden. Allerdings sollen diese soweit möglich sofort veräussert und der Nettoerlös an die Aktionäre zurückgezahlt werden.

Die Geschäftsbereiche Electronic Devices und Storage Solutions sollen derweil in ein separates Unternehmen ausgelagert werden, dessen offizieller Name erst nach Abschluss der Abspaltung bekannt gegeben werden soll. Der Abschluss der Aufspaltung ist für die zweite Hälfte des Geschäftsjahres 2023 geplant. Die Anteile am Joint-Venture Toshiba Carrier Corporation sollen indessen für rund 100 Milliarden Yen (rund 803,4 Millionen Franken) an die Carrier Group verkauft werden. Auch Toshiba Elevator and Building Systems sowie Toshiba Lighting & Technology sollen veräussert werden.
Um das Einverständnis der Aktionäre zu erhalten, hat Toshiba den Aktionären im Rahmen seiner zweitägigen Investorenkonferenz in den kommenden zwei Jahren eine Verdreifachung der Dividende auf 300 Milliarden Yen (rund 2,41 Milliarden Franken) in Aussicht gestellt. Die Anleger reagierten positiv auf die Ankündigung: Der Aktienkurs des Unternehmens stieg um 1,6 Prozent auf 4800 Yen (ca. 38,6 Franken).

Quellen von "Reuters" gehen davon aus, dass die Anpassungen vornehmlich dazu dienen, den Gegenwind der Investoren zu reduzieren. Mit dem neuen Plan müssten lediglich die Hälfte der Investoren überzeugt werden. Beim alten Plan hätten zwei Drittel an Bord geholt werden müssen. Toshiba streitet dies jedoch ab. Dem Unternehmen zufolge sei der neue Plan einfacher, spare Kosten und mache es einfacher, Allianzen mit strategischen Partnern zu verfolgen. Über die Aufsplittung des Unternehmens soll im Rahmen einer ausserordentlichen Generalversammlung im März entschieden werden. (af)

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