Trends und Entwicklung der Heimelektronik 2021

Artikel erschienen in Swiss IT Reseller 2022/01 – Seite 1
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29. Januar 2022 - An der 25. Mitgliederversammlung der IG Consumer Electronics von Swico hat Luca ­Giuriato von GfK Switzerland interessante Zahlen präsentiert. Wir fassen hier das Wichtigste zusammen.
Die guten Nachrichten für IT-Reseller gleich zu Beginn: Herr und Frau Schweizer kaufen Heim­elektronik nach wie vor mehrheitlich im Inland ein, auch wenn ein leichter Rückgang feststellbar ist. 2019 gaben 98 Prozent der Befragten an, dass sie diese im Inland einkauften, 2020 waren es 93 Prozent. Und: 2020 hat sich die Digitalisierung um das vierfache beschleunigt – und damit die Nachfrage nach Heimelektronik vergrössert.

Der Anteil der Onlinekäufe bei Fernsehgeräten ist von 2019 auf 2020 um 9 Prozent gestiegen – von 20 auf 29 Prozent, wobei der höchste Sprung bei den 30 bis 49-Jährigen zu verzeichnen ist: Hier stieg der Anteil von 22 auf 37 Prozent. Ein noch grösseres Wachstum gab es bei den Kaffeemaschinen: In Zeiten von Home Office stieg der Anteil der Onlinekäufe von 23 auf 35 Prozent insgesamt, beziehungsweise auf 42 Prozent in der Kategorie der 30 bis 49-Jährigen. Generell hatte die Home-Office-Situation einen positiven Einfluss auf die IT-Struktur.

Rückgang für 2022 erwartet

Trends und Entwicklung der Heimelektronik 2021
Dass die meisten Mitarbeiter im Home Office arbeiteten, hat sich 2021 unter anderem positiv auf die Nachfrage nach Webcams und Headsets ­ausgewirkt. Auch Peripherie sowie SSDs und externe HDDs verkauften sich deutlich besser. (Quelle: GfK)
Bei den Aussichten fürs neue Jahr sieht der GfK Markt Monitor im Bereich Heimelektronik allerdings wieder einen leichten Rückgang voraus. Dies dürfte einerseits daran liegen, dass der Bedarf nun teilweise gedeckt ist, andererseits aber auch an der erwarteten Kostenexplosion. Die Preise von Erdöl, Lithium, Stahl, Aluminium und Kupfer sind 2021 extrem gestiegen (bei Lithium um 91 Prozent) – und die Frachtkosten für die Verschiffung sogar um 292 Prozent.

Die Verkaufschancen 2022 im Bereich Heim­elektronik werden stark abhängig sein von der Verfügbarkeit (Stichwort Chip-Mangel), von den Lieferfristen und den Preisen. Je nach Entwicklung der Coronasituation rechnet GfK dafür mit einem Nachholbedarf in den Bereichen Events und Reisen, was dem Segment Foto und Video wieder etwas Auftrieb geben könnte. Hier ist die Nachfrage seit 2019 um 21 Prozent gesunken.

Luca Giuriato, der Autor der Studie, fasst die Aussichten für 2022 für Heimelektronik wie folgt zusammen: «Die erste Jahreshälfte dürfte im Vergleich deutlich schlechter abschneiden als im Vorjahr, wo wir eine wirklich extreme Nachfrage verzeichnet hatten. Für das zweite Halbjahr prognostizieren wir eine Verbesserung, da sich die Lieferprobleme abschwächen dürften. Insgesamt rechnen wir für 2022 mit einem Minus zwischen 3 und 5 Prozent.»

Die Studie als Ganzes kann auf www.swico.ch/gfk-­heimelektronik heruntergeladen werden.
 
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