«Es gibt mehr Synergien als Überschneidungen»

«Es gibt mehr Synergien als Überschneidungen»

Artikel erschienen in Swiss IT Reseller 2021/06 – Seite 1
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5. Juni 2021 - Mit dem Zusammenschluss von Sunrise und UPC ändern sich die Voraussetzungen nicht nur für die Endkunden, sondern auch für die Partner der beiden Telcos. Robert Wigger, CBO von Sunrise UPC, spricht im Interview darüber, wie die Zusammenführung vorangeht und worauf der Fokus künftig liegen soll.
«Es gibt mehr Synergien als Überschneidungen»
«Wir sind dran, die beiden Portfolios zusammenzuführen, allerdings dauert dieser Prozess eine gewisse Zeit.» Robert Wigger, Chief Business Officer, Sunrise UPC (Quelle: zVg)
«Swiss IT Reseller»: Ich möchte zum Beginn einen der eher unangenehmen Aspekte des Zusammenschlusses von Sunrise und UPC ansprechen. Wie viele der insgesamt 600 wegfallenden Stellen betreffen den B2B-Bereich?
Robert Wigger: Prozentual gesehen sind es im B2B-Bereich weniger Stellen, die wegfallen. Während gesamthaft gesehen ohne Fluktuation rund 13,5 Prozent der Stellen gestrichen werden, sind von den rund 550 Mitarbeitenden im B2B-Segment weniger als 10 Prozent vom Abbau betroffen, wobei in dieser Zahl die natürlichen Abgänge bereits eingerechnet sind. Effektive Entlassungen wird es nur wenige geben. Mit ein Grund dafür ist die Tatsache, dass das B2B-Segment ein Wachstumsfeld für Sunrise UPC ist.

Bei einem Zusammenschluss wie dem von Sunrise und UPC kommt es insbesondere auch im Management zu Redundanzen. Was hat letztlich den Ausschlag gegeben, dass Sie von Seiten Sunrise mit der Führung des fusionierten Business-Segments betraut wurden und nicht Marco Quinter, der Ihr Pendant auf Seiten UPC war?
Das ist eine gute Frage, die wohl das Auswahlgremium beantworten müsste. Was ich aber sagen kann ist, dass es ein faires und transparentes Auswahlverfahren gegeben hat. Mit ein Grund, warum die Entscheidung letztlich zu meinen Gunsten gefallen ist, dürfte sein, dass Sunrise im B2B-Umfeld während der letzten vier Jahre sehr erfreulich gewachsen ist und Marktanteile gewonnen hat.
Beschränken sich Ihre Aufgaben nach wie vor primär auf das Zusammenführen der beiden ­Unternehmen?
Natürlich ist die ganze Integration nach wie vor ein wichtiges Thema, das uns beschäftigt. Gleichzeitig darf ich auch sagen, dass der organisatorische Zusammenschluss bereits abgeschlossen ist, die nicht vom Abbau betroffenen Mitarbeitenden in ihren Positionen bestätigt sind und wir bereits als ein B2B-Team arbeiten. Jetzt geht es vor allem darum, das Portfolio und die Prozesse weiter zusammenzubringen, wobei auch dies recht schnell vorangeht. Das ist erfreulich. Gleichzeitig haben wir unsere Hauptaufgabe nie aus dem Fokus verloren – unsere Kunden. Zum einen möchten wir natürlich Neukunden gewinnen, zum anderen wollen unsere bestehenden Kunden wissen, was der Zusammenschluss von UPC und Sunrise für sie bedeutet.

Wo lagen und liegen die grossen Herausforderungen bei der Integration der beiden Unternehmen? Wie nahe waren sich die beiden Teams allein schon aus kultureller Sicht?
Gerade im B2B-Bereich sind die Unterschiede bezüglich Unternehmenskultur nicht gross. Für beide Unternehmen war und ist insbesondere im B2B-Segement die Qualität ein sehr wichtiger Massstab. Unternehmenskunden von UPC, mit denen ich bereits sprechen konnte, zeigten sich begeistert von der Zusammenarbeit mit der UPC B2B-­Abteilung, und auch im Sunrise-­B2B-Umfeld dürfen wir uns über eine hohe Kundenzufriedenheit freuen. Unterschiede gibt es vor allem im Portfolio, wo Sunrise traditionell im Mobilfunk zuhause war und UPC eher im Connectivity-­Geschäft. Bedingt dadurch gibt es aber auch deutlich mehr Synergien zwischen den beiden Unternehmen als Überschneidungen. Das zeigt sich auch bei der Kundenbasis, wo der Anteil der gemeinsamen Kunden mit weniger als zehn Prozent erstaunlich klein war. Das ist für uns nun eine grosse Chance, denn natürlich ist es unser Ziel, einen UPC-Connectivity-Kunden nun auch fürs Sunrise-Mobilfunkangebot begeistern zu können und umgekehrt.
 
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