Einführung von 5G durch Einsprachen und Moratorien gebremst
Quelle: Swisscom

Einführung von 5G durch Einsprachen und Moratorien gebremst

Die Ausbreitung des 5G-Mobilfunkstandards in der Schweiz ist bereits im Gange, doch zahlreiche Einsprachen und zwei Moratorien in den Kantonen Genf und Waadt bremsen den Ausbau der Antennen aus. Die Telekommunikationsanbieter befürchten Verzögerungen und höhere Kosten.
29. Juli 2019

     

Der neue Mobilfunkstandard 5G ist auch in der Schweiz angekommen. Die Telekommunikationsanbieter wollen den Ausbau des Netzes schnell vorantreiben. Swisscom beispielsweise will bis Ende 2019 5G im ganzen Land anbieten können. Wie nun aber der "Tages Anzeiger" berichtet, bremsen Einsprachen und Moratorien die schweizweite Abdeckung mit 5G aus.

Dabei bezieht sich die Tageszeitung auf Angaben des Vereins Schutz vor Strahlung, die besagen, dass in der Schweiz aktuell 110 Baugesuche für Antennen wegen Einsprachen noch hängig sind. Salt erklärt dazu, "dass es aufgrund der Einsprachen zu Verzögerungen und Zusatzkosten bei der Einführung von 5G kommen wird". Jedoch macht das Unternehmen gegenüber "Tages Anzeiger" keine genaueren Angaben dazu. Laut Sunrise und Swisscom werde gegen jedes dritte Baugesuch Einsprache erhoben. Auch wurden von den Kantonen Genf und Waadt Moratorien ausgesprochen, die den 5G-Ausbau verzögern werden. Laut Sunrise werde dies zu einem Rückstand von bis zu 30 Prozent gegenüber anderen Kantonen führen.


Swisscom gehe zwar noch immer davon aus, bis Ende 2019 rund 90 Prozent der Bevölkerung mit 5G erreichen zu können. Gleichzeitig musste der Telekommunikationsanbieter den Umbau einer Antenne in Baar im Kanton Zug sistieren, weil mehrere Personen dagegen Einsprache erhoben hatten, und die Gemeinde Swisscom schriftlich mitteilte, dass man den Umbau mit grosser Wahrscheinlichkeit nicht bewilligen würde.

Weiter zitiert "Tages Anzeiger" eine Umfrage der Agentur Die Marktforscher, die im Mai 2019 durchgeführt wurde. Daraus resultiert, dass 44 Prozent der befragten Personen eher negative bis sehr negative Auswirkungen durch die Einführung der 5G-Mobilfunktechnologie befürchten, während es ein Jahr davor noch 22 Prozent waren. (luc)


Weitere Artikel zum Thema

Sunrise liefert 5G in 248 Städten und Orten

28. Juni 2019 - Aktuell versorgt Sunrise 248 Schweizer Städte und Ortschaften mit 5G. Auf einer interaktiven Karte lässt sich überprüfen, wo der Highspeed-Mobilfunkstandard bereits verfügbar ist.

Swisscom setzt auf Flächendeckung statt Geschwindigkeit im 5G-Ausbau

17. Juni 2019 - Swisscom plant eine möglichst grosse Netzabdeckung für 5G und nimmt dafür tiefere Geschwindigkeiten in Kauf. Auch rechnet das Unternehmen mit einer vergleichsweise schnellen Adaption der neuen Technologie in der Schweiz.

5G als teurer Hype mit wenig Angeboten

29. Mai 2019 - Der Kauf eines der teuren 5G-Smartphones lohnt sich noch kaum, meint Telekom-Experte Ralf Beyeler. 5G sei mit vielen Mobilfunk-Abos noch nicht oder nur gegen Aufpreis nutzbar.


Artikel kommentieren
Kommentare werden vor der Freischaltung durch die Redaktion geprüft.

Anti-Spam-Frage: Welche Farbe hatte Rotkäppchens Kappe?
GOLD SPONSOREN
SPONSOREN & PARTNER