Microsoft & Partner vs. Fachkräftemangel

Microsoft & Partner vs. Fachkräftemangel

Artikel erschienen in Swiss IT Reseller 2018/11 – Seite 1
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3. November 2018 - Microsoft will gemeinsam mit seinen Partnern Lösungen zum wachsenden Problem des Fachkräftemangels in der Schweizer IT-Branche entwickeln und umsetzen. Erste Ergebnisse liegen vor.
Microsoft & Partner vs. Fachkräftemangel
"Wir müssen jetzt nach­haltige Massnahmen ergreifen, damit sich das Problem des Fachkräftemangels in Zukunft nicht weiter verschärft." Giovanni Putignano, Partner Business Development Manager, Microsoft Schweiz (Quelle: Microsoft Schweiz)
Der Fachkräftemangel in der ICT-Branche ist in der Schweiz ein reales Phänomen und ein Problem, das sich seit Jahren kontinuierlich zuspitzt. Nicht zuletzt das Aufkommen neuer Betätigungsfelder wie künstliche Intelligenz und Big Data verschärfen die Situation noch weiter, weil hierfür schlicht noch nicht genügend Fachkräfte ausgebildet werden konnten. Zwar bieten erste Universitäten und Fachhochschulen entsprechende Studiengänge an, aber es wird noch einige Zeit dauern, bis eine ausreichende Zahl von Absolventen auf den Markt strömt, um die riesige Nachfrage zu decken. Eine aktuelle Studie von ICT-Berufsbildung Schweiz geht denn auch davon aus, dass bis 2026 hierzulande rund 40’000 ICT-Fachkräfte fehlen werden.

Auch der Technologieriese Microsoft spürt den Konkurrenzkampf um die besten Talente. Gerade im Channel-­Geschäft gestaltet sich die Suche nach qualifizierten Arbeitskräften schwierig. In seinem Partner-Ökosystem, das in der Schweiz mittlerweile aus rund 4600 Partnern besteht, sind aktuell an die 15’000 Stellen ausgeschrieben, die noch nicht besetzt werden konnten. Für Microsoft Grund genug, das Problem von höchster Stelle aus anzugehen. Marianne Janik, CEO von Microsoft Schweiz, gab in der September-Ausgabe von "Swiss IT Reseller" in einem Interview zu Protokoll, man wolle den Fachkräftemangel im Channel gemeinsam mit den Partnern angehen. Dass es sich dabei nicht nur um ein Lippenbekenntnis handelte, zeigt eine entsprechende Initiative, die bereits angelaufen ist und auch schon erste Früchte getragen hat. Wie Giovanni Putignano, Partner Business Development Manager bei Microsoft Schweiz und designierter Leiter des Projektes, erklärt, hat Ende September ein Workshop mit 24 Vertretern von Partnerfirmen und anderen Anspruchsgruppen wie ICT-Berufsbildung Schweiz und SwissICT stattgefunden, dessen Ziel es war, die aktuelle Situa­tion zu erörtern und erste konkrete Massnahmen in die Wege zu leiten.

Stärkung des eigenen Ökosystems

Das grundlegende Problem und die Prämisse des Projektes sei, so Putignano, dass sowohl Microsoft selbst als auch seine Partner Mühe bekunden würden, qualifizierte Fachkräfte zu finden, was mitunter dazu führe, dass Projekte nicht angenommen und durchgeführt werden könnten. Dies sei problematisch, weil Microsoft stark auf sein Partner-Ökosystem setze: "Wenn man sich unsere rund vierzigjährige Historie vor Augen führt, so sind Partner schon immer Teil von Microsofts Geschäftsmodell gewesen. Dies ist auch heute fundamental für unsere strategische Ausrichtung. Microsoft befindet sich im Wandel zum Plattform-Provider und kann nur erfolgreich sein, wenn auch die Partner am Markt erfolgreich sind. Erst dann skaliert das Geschäftsmodell." Microsoft treibe die Partner an, stets die neuesten Technologien einzusetzen, müsse aber auch sicherstellen, dass das Partner-Ökosystem über die nötigen Ressourcen verfüge, um diesen Wandel mitzutragen, ergänzt Putignano.

Da sich der Mangel an frischen Ressourcen mit dringend benötigten Fähigkeiten nicht von heute auf morgen beheben lässt, gehen Microsoft und seine Partner deshalb verschiedene Wege, um bestehende Fachkräfte in die neuen Strukturen einzubinden. "Wir adressieren momentan primär die klassischen IT-Administratoren. In diesem Berufsfeld wird es einen Skills Shift geben, sprich viele der heute vorhandenen Fähigkeiten werden in Zukunft weniger oder gar nicht mehr gebraucht. Diese Leute bringen jedoch eine solide Basis und viel IT-Know-how mit. Es liegt nun an uns, sie in den neuen Themen zu schulen", so Putignano. "Das ist auch einer der Gründe, weshalb wir kürzlich unsere Learning-Plattform mit kosten­losen Inhalten öffentlich gemacht haben. Wir wollen damit die Self Learner ansprechen, die sich so in Eigenregie weiterbilden können."
 
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