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"Die Problematik hat sich nochmals verschärft"

"Die Problematik hat sich nochmals verschärft"

(Quelle: Michele Limina, www.limina.ch)
Artikel erschienen in Swiss IT Reseller 2018/09 – Seite 1
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1. September 2018 - Der Fachkräftemangel wird zunehmend zum Problem für die gesamte ICT-Branche und insbesondere für den Channel. Marianne Janik, CEO Microsoft Schweiz, lädt Partner darum Ende September zu einem Treffen, um mögliche Massnahmen und Lösungen zu diskutieren.
"Swiss IT Reseller": Microsoft Schweiz hat für Ende September ausgewählte Partner geladen, um über den Fachkräftemangel im Channel zu sprechen. Warum steht das Thema auf Ihrer Agenda?
Marianne Janik: Wir beschäftigen uns schon länger mit dem Thema. Zuletzt haben wir an unserer Partnerkonferenz im Juni in Las Vegas mit unseren Partnern darüber diskutiert, und dabei gemerkt, dass sich die Problematik nochmals verschärft hat. Daraus ist die Idee entstanden, ausgewählte Partner an einen Tisch zu holen, um das Thema Fachkräftemangel gemeinsam anzugehen. Denn Tatsache ist, dass heute die meisten Unternehmen versuchen, das Problem mehr schlecht als recht für sich selbst zu lösen, was darin resultiert, dass im Wesentlichen der Mangel gemeinsam verwaltet wird.

Sie sagen, das Thema habe sich noch verschärft. Wie macht sich das konkret bemerkbar?
Die Verschärfung sieht man allein schon an den Zahlen, die es gibt – beispielsweise bezüglich der offenen Stellen. Alleine in unserem Partner-Öko-­System gibt es über 15’000 offene Stellen. In den Gesprächen mit den Partnern hören wir inzwischen immer öfter, dass Aufträge nicht abgearbeitet werden können, weil das Personal fehlt.
Was wollen Sie denn Ende September mit Ihren Partnern konkret disku­tieren?
Wir wollen einen gemeinsamen Blick auf die Situation werfen, uns abstimmen und einen Konsens darüber finden, wie sich die Situation gestaltet. Daraus soll sich ein gemeinsames Bild ergeben, und basierend auf diesem Bild sollen Massnahmen besprochen und Ideen auf den Tisch gebracht werden. Wenn kluge Köpfe an einem Tisch über ein spezifisches Problem brüten, dann bin ich mir sicher, dass daraus ein paar gute Ideen resultieren. Dieses erste Gespräch soll aber auch eine Initialzündung sein, um das Ganze künftig breiter abzustützen, und allenfalls auch Behörden und Kantone an Bord zu holen. Erste regionale Pilotprojekte in Zusammenarbeit mit Partnern und Behörden haben wir bereits begleitet. Jetzt aber ist es an der Zeit, über das Stadium des Experimentierens herauszukommen und in grösseren Dimensionen zu denken.

Ist denn nur der Channel in letzter Zeit verstärkt vom Fachkräftemangel betroffen, oder spürt der Channel den Mangel stärker als andere?
Der Bedarf nach ICT-Fachkräften steigt insgesamt. Tatsache ist aber, dass nicht mehr nur die IT-Industrie um Talente buhlt. Auch die Kunden, die selbst immer IT-lastiger werden, versuchen selbst zunehmend mehr ICT-Fachkräfte zu rekrutieren. Für die Fachkräfte ist der Markt also nochmals deutlich grösser geworden und damit auch die Möglichkeit, sich den Arbeitgeber auszusuchen. Zur Frage, ob der Channel den Mangel stärker spürt: Ich denke, der Channel spürt den Mangel aufgrund seiner Tätigkeit früher, und er ist stärker davon betroffen, weil IT sein Kerngeschäft ist und er gerade neue Themenfelder vor den Endkunden beherrschen muss. Kommt hinzu: Findet ein Endkunde das gewünschte IT-Know-how nicht auf dem Markt, versucht er, die Tätigkeit an den Partner auszulagern. Das gilt insbesondere für neue Disziplinen. Nehmen wir das Beispiel Data Scientists. Ohne genaues Zahlenmaterial zu besitzen, behaupte ich, der Schweizer Markt könnte auf einen Schlag mindestens 5000 Data Scientist beschäftigen. Der Hunger nach dieser Berufsgruppe, die es ja erst noch genau zu definieren gilt, ist bereits enorm.
 
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