Media Markt: "Das Gros der Marktbesucher ­kauft auch bei uns"

Media Markt: "Das Gros der Marktbesucher ­kauft auch bei uns"

Artikel erschienen in Swiss IT Reseller 2018/03 – Seite 1
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3. März 2018 - Neu werden Media-Markt-Produkte dank einer Kooperation mit Also Schweiz auf Wunsch an über 2200 Abholstationen geliefert. Media-Markt-CEO Martin Rusterholz erklärt, welche Idee hinter dem Angebot steckt und wie er die stationäre und die Online-Zukunft von Media Markt sieht.
Media Markt:
"Wären wir vor allem Showroom für die ­Konkurrenz, würden wir etwas falsch machen." Martin Rusterholz, CEO, Media Markt Management (Schweiz) (Quelle: Media Markt)
"Swiss IT Reseller": Sie haben Ihren Job als CEO von Media Markt Schweiz vor knapp einem Jahr angetreten. Welche Baustellen haben Sie bei Ihrem Stellenantritt vorgefunden?
Martin Rusterholz: In erster Linie habe ich viel Positives vorgefunden. Eine sehr intakte Marke, ausgezeichnete Märkte, und nicht zuletzt äusserst motivierte Führungskräfte und Mitarbeiter. Herausforderungen gab und gibt es natürlich auch, wie in jedem Unternehmen. So haben wir die Optimierung der Kosten in Angriff genommen, und wir haben einen Investitionswechsel von offline in Richtung online eingeleitet. Online hatten wir sicherlich einen gewissen Nachholbedarf. Gleichzeitig ist mir wichtig anzufügen, dass wir weiterhin in unsere stationären Märkte investieren, denn ich glaube nach wie vor an den stationären Handel. Media Markt ist in der Schweizer UE-Branche das einzige wirkliche Omni-Channel-Unternehmen, da wir sowohl online und offline gleich hoch gewichten. Das Eine geht nicht ohne das Andere. Das haben auch die Pure-Online-Player erkannt. Es gibt heute keinen Online-Händler mehr, der nicht auch den Zugang zu einer physischen Fläche sucht.

Allerdings investiert Media Markt deutlich mehr in Flächen als reine Online-Händler. Wie oft haben Sie das Gefühl, vor allem auch ein Showroom für Digitec, Brack.ch und Co. zu sein?
Zu einem gewissen Mass sind wir das mit Sicherheit – allerdings nicht in dem Ausmass, wie man das vielleicht annimmt. Wären wir vor allem Showroom für die Konkurrenz, würden wir etwas falsch machen. Das würde nämlich bedeuten, dass wir unsere Kunden in den Märkten nicht davon überzeugen können, auch bei uns zu kaufen, wenn sie uns schon besuchen. Doch ich bin mehr als zufrieden, wenn ich unsere Konversionsraten anschaue. Das Gros der Marktbesucher kauft auch bei uns, und wir konnten die Konversionsrate in den vergangenen Monaten sogar steigern. Wir sind auf einem guten Weg.
Mit welchen Massnahmen konnten Sie denn die Konversionsraten steigern?
Das Wichtigste war und ist, unsere Marke zu stärken. Wenn der Kunde eine Marke als vertrauenswürdig und zuverlässig einstuft, gibt es kaum einen Grund, an einem anderen Ort einzukaufen. Die Markenbekanntheit ist enorm wichtig für uns. Daneben wird die Konversionsrate im stationären Handel massgeblich durch die Mitarbeiter beeinflusst. Wir haben zuletzt verstärkt in die Ausbildung der Mitarbeiter investiert, und werden das weiter tun. Unsere Mitarbeiter sollen Experten für den Kunden sein. Online schliesslich wollen wir die Customer Journey verbessern, dem Kunden den Einkauf so einfach wie möglich machen. Hier sind wir aktuell daran, eine verbesserte Plattform zu entwickeln, die noch im Laufe dieses Jahres eingeführt wird.

Gibt es in den Märkten selbst technische oder bauliche Massnahmen, um sicherzustellen, dass die Kunden in den Märkten auch bei Media Markt einkaufen?
Unser Ziel ist es, den Kunden, der den Aufwand auf sich nimmt, zu unseren Märkten zu fahren, zu begeistern. Wir wollen eine Atmosphäre schaffen, in der er sich gerne aufhält und sich wohlfühlt. Erreichen möchten wir dies, indem wir dem Kunden etwas bieten – Live-Koch-Events zum Beispiel, Kunden-Workshops oder auch Beauty-Corner innerhalb der Märkte. Das sind Erlebnisse, die man online nicht bieten kann. Der Kunde soll sich bei uns wohlfühlen, dann kauft er auch bei uns.

Workshops, Live-Koch-Events und Beauty-Corner: Sind das Ideen, die umhergeistern, oder wurden solche Erlebnisse bereits umgesetzt?
Gewisse Dinge haben wir schon umgesetzt. So haben wir in St. Gallen zusammen mit Apple Testläufe mit Kunden-Workshops gemacht. Beim Koch-Event sind wir in der Ausarbeitung eines Konzepts. Solche Massnahmen kann man nicht von heute auf morgen machen, das braucht Zeit, wenn es richtig gemacht werden soll.
 
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