Andreas Tischhauser - Der Coach

Andreas Tischhauser - Der Coach

(Quelle: Novis Electronics)
Artikel erschienen in Swiss IT Reseller 2017/01 – Seite 1
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4. Februar 2017 - Andreas Tischhauser, Geschäftsführer von Novis Electronics, hatte in seinem Leben schon oft den richtigen Riecher und ruft dazu auf, sich wieder vermehrt auf seine Gefühle zu verlassen.
Er ist ein Instinktmensch, und ist damit in seinem Leben bislang gut gefahren. Die Rede ist von Andreas Tischhauser, Gründer und Geschäftsführer von Novis Electronics. Der 60-Jährige kritisiert, dass heute alles zu stark wissenschaftlich argumentiert und in Schubladen gedrückt werde. "Es ist nicht mehr populär, sich auf seine Gefühle zu verlassen." Doch damit nicht genug der Kritik: "Wir leben in einer egoistischen Welt, wo viel Angst herrscht. Und wo Angst herrscht, wird man zum Egoisten." Entwicklungen, die ihm völlig fremd sind: "Man darf sich nicht zu wichtig nehmen." Eine seiner Visitenkarten mit dem Titel Hofnarr ist ihm immer noch eine seiner liebsten. "Wir verstecken uns zu stark hinter Titeln. Es fehlt der Mut, Emotionen zu zeigen. Man versucht, mit unverständlichen Argumenten zu punkten. Heute fehlt die Courage, persönliche Standpunkte darzustellen", meint der Familienvater provokativ.

Sich selbst beweisen

Diese Einstellung war vor 20 Jahren auch der Auslöser für die Gründung von Novis Electronics – "ich wollte mir selbst beweisen, dass ich das, worüber ich mich bei anderen aufrege, selbst besser kann." Dabei stiess Tischhauser sowohl bei Familie und Freunden anfangs auf wenig Begeisterung. "Unser Businessplan für Novis ist gegenüber den Banken kläglich gescheitert. Das was wir also hier seit 20 Jahren machen, geht eigentlich gar nicht", so der 60-Jährige schmunzelnd.

Die Skeptiker hat Tischhauser mittlerweile Lügen gestraft, und auch seine Art der Führung unterscheidet sich nach wie vor von eingangs kritisierten Verhaltensmustern. So werden die Mitarbeiter etwa als Unternehmer bezeichnet, die etwas bewegen. "Man muss bereit und offen sein, den Leuten zuzuhören und sie mit grossem Freiraum selber gestalten zu lassen. Es braucht jeden einzelnen im Team, um eine Unternehmung nach vorne zu bringen. Der Chef ist einer von allen", so Tischhauser. Sich selbst bezeichnet er denn auch nicht als Chef, sondern als Coach: "Meine Aufgabe ist es, Talente zu entdecken, sie zu fördern und die richtigen Spieler am richtigen Ort einzusetzen. Spielen muss aber jeder Spieler selber." Auch die heutige Fehlerkultur widerstrebt Tischhauser. "Passiert ein Fehler, so wird dieser zwar hingenommen, ein weiteres Mal darf er aber nicht mehr passieren." Für ihn ein Witz: "Denn wir machen alle immer wieder dieselben Fehler. Darum trainieren wir immer wieder dieselben Spielzüge. Dafür braucht es Herzblut, Begeisterung, Wille und gegenseitiges Verständnis." Dabei gibt Tischhauser unumwunden zu: "Wir sind nicht die optimierteste Unternehmung mit den glänzendsten Ergebnissen, aber wir erreichen unsere hochgesteckten Ziele. Bei Novis sind begeisterungsfähige, kreative Unternehmende aktiv." Dies widerspiegelt sich auch darin, dass in der ganzen langjährigen Firmengeschichte kaum ein Suchinserat für einen neuen Mitarbeiter aufgegeben werden musste – "Novis hat viele sehr langjährige Mitarbeiter und eine Warteliste", so Tischhauser mit einem Augenzwinkern.
 
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