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Vertriebsflash: Parasiten im Verkauf

Vertriebsflash: Parasiten im Verkauf

Artikel erschienen in Swiss IT Reseller 2012/06 – Seite 1
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3. Juni 2012 -
Vertriebsflash: Parasiten im Verkauf
Markus Schefer (Quelle: zVg)
Neulich habe ich mich mit einem Kollegen zum Lunch getroffen. Dieser arbeitet seit Jahren als gut bezahlter aber total frustrierter HR-Manager in einem mittelgrossen IT-Unternehmen. Er gehört zu jenem Typus Mensch, der sich über alles beklagt. Selbst die Geschicke in die Hand zu nehmen und etwas an seinem Leben zu ändern, dafür fehlt ihm jedoch der Mut. Und so trifft er sich deshalb mit Menschen wie mir, die ihm das Gefühl geben, dass er der Grösste sei. Auf leise Kritik reagiert er mit Irritation und ist danach oft tief beleidigt, nur um sich Wochen später erneut zu melden und anzufragen, ob man sich nicht wieder mal treffen wolle. Da ich schlecht Nein sagen kann, schafft es dieser sogenannte Freund immer wieder, mich rumzukriegen. Danach ärgere ich mich dann grün und blau, dass ich so dumm war, mich erneut auf ihn einzulassen. Denn am liebsten würde ich ihm sagen, dass er sich doch ein anderes Opfer aussuchen solle, bei dem er all seinen negativen Müll abladen könne.

Meister der Tarnung

So wie mir, ergeht es sicherlich auch dem einen oder anderen Leser: Da melden sich sogenannte beste Kollegen immer nur dann, wenn sie etwas von einem wollen. Dann bekommt man ein scheinheiliges SMS mit folgendem Inhalt: «Hoi du. Habe dich schon lange nicht mehr gesehen. Hast du mal wieder Lust auf einen Kaffee?» Wenn man sich dann nicht sofort meldet, dann wird emotionaler Druck aufgebaut, was dann in etwa so klingt: «Hast du mein SMS nicht bekommen? Oder willst du dich mit mir vielleicht nicht mehr treffen? Bin ich nicht mehr dein Freund?» Diese Art von Menschen haben eines gemeinsam: Sie verstehen es meisterhaft, zu nehmen, ohne dem anderen dafür etwas zurückzugeben. Genommen werden dabei nicht unbedingt nur materielle Dinge. Auch das Abzapfen von positiver Energie, mit der sich der Schmarotzer auflädt, so dass der andere sich dann leer und ausgepumpt fühlt, kann eine Form des Ausnützens darstellen. Für solche Menschen trifft darum zu, was in der Tierwelt als «parasitäres Verhalten» bezeichnet wird. Der Begriff Parasit leitet sich dabei vom griechischen Wort Parasitos ab und bedeutet wörtlich «Beiesser». Damit bezeichnete man im alten Griechenland einen durchaus ehrenwerten Berufsstand von Opferbeamten, welche an rituellen Gastmählern für Gottheiten teilnahmen.
 
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