Ex-Comparex stellt Betrieb in Sursee ein
Quelle: Comparex

Ex-Comparex stellt Betrieb in Sursee ein

4. März 2012

     

Seit im April 2010 auf einen Schlag fast sämtliche Mitarbeiter inklusive CEO Oliver Schalch kündigten und zu Konkurrent Bison wechselten, kämpfte IT-Dienstleister Comparex ums Überleben. Diesen Kampf hat das Unternehmen, das seit November 2011 unter dem Namen Data Center & POS Solutions firmierte, nun endgültig verloren.
Nachdem bereits im Herbst des vergangenen Jahres ein Grossteil der Mitarbeiter entlassen wurde, mussten nun Ende Januar erneut Mitarbeiter das Unternehmen verlassen, wie «Computerworld» unter Berufung auf CEO Philippe Borloz berichtet. «Aufgrund der Geschehnisse im April 2010 haben die grossen Retail-Kunden im Bereich Field-Services auf andere Partner zurückgegriffen», lässt sich Borloz zitieren. Darüber, wie viele Mitarbeiter bei Data Center & POS Solutions noch beschäftigt seien, wollte Borloz indes keine Angaben machen.

Sitz in Sursee geschlossen

Nun weiss man es: «Swiss IT Reseller» hat von unternehmensnahen Quellen erfahren, dass inzwischen allen Mitarbeitern in Sursee – dem Sitz von Data Center & POS Solutions – gekündigt wurde, und zwar per 31. März. Inklusive Philippe Borloz sollen noch ein Dutzend Mitarbeiter in Sursee beschäftigt sein. Mit den Entlassungen wird der Sitz in Sursee geschlossen, wie CEO Philippe Borloz gegenüber «Swiss IT Reseller» bestätigt. Zudem soll es das Unternehmen laut besagter Quellen geschafft haben, aus dem langjährig abgeschlossenen Mietvertrag in Sursee herauszukommen.

Für die verbleibenden Outsourcing-Kunden sucht man laut Borloz nun andere Provider, die auch einen Grossteil der entlassenen Mitarbeitern übernehmen sollen. «Die Gespräche sind hier im Gange. Wir steigen aus dem Outsourcing-Geschäft aus», erklärt der CEO. Die hauseigene Kassen-Software wird allerdings weiterentwickelt, und auch der Third-Level-Support sei gewährleistet: «Wir werden die Lösung hierzulande einfach nicht mehr installieren.»
Bei Comparex Solutions Schweiz in Dietikon will man sich derweil auch in Zukunft auf das Software-Lizenzgeschäft und das Consulting fokussieren, erklärt Philippe Borloz. (mw)



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