Trident-Insolvenz trifft Micronas nicht

Der US-Komponentenproduzent Trident Microsystems hat Insolvenz angemeldet. Davon nicht betroffen ist der Schweizer Chip-Hersteller Micronas, der durch den Verkauf seiner Consumer-Sparte an Trident in den Besitz von Aktien des Unternehmens gekommen war.
6. Januar 2012

     

Trident Microsystems sowie die Tochter auf den Cayman-Inseln sind insolvent, wie der US-Komponentenhersteller, der unter anderem für Samsung, LG und Sony produziert, mitteilt. Man habe einen entsprechenden Insolvenzantrag in den USA eingereicht. Ausserdem bittet das Unternehmen um die Erlaubnis, sein Set-top-Box-Geschäft an Entropics Communications zu verkaufen. "Trident war wie viele Konkurrenten raschen Veränderungen unterworfen, die es schwierig gemacht haben, profitabel zu operieren", erklärt Trident-CEO Bami Bastani. Dabei spricht Bastani unter anderem von einem hohen Preisdruck und einer gesunkenen Nachfrage nach Consumer-Electronics-Produkten.


Derweil meldet der Schweizer Halbleiter-Hersteller Micronas, dass seine EBIT- und Umsatz-Prognosen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2011 durch die Insolvenzanmeldung von Trident nicht beeinflusst werden. 2009 hatte Micronas gewisse Consumer-Produktlinien an Trident verkauft und dabei im Gegenzug unter anderem Aktien des Komponentenherstellers erhalten. Allerdings hat Micronas diese Aktien bereits im vierten Quartal 2011 "angesichts der Geschäftsentwicklung von Trident" wieder verkauft. Somit war der Schweizer Chip-Produzent per Jahresende 2011 nicht mehr an Trident beteiligt. (abr)


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