«Philips hat den Fokus verloren»

Artikel erschienen in Swiss IT Reseller 2011/01 – Seite 1
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6. Februar 2011 - MMD baut und vertreibt in Lizenz Philips-Monitore. Für 2011 strebt das Unternehmen Wachstum an, auch in der Schweiz.
Um den holländischen Mischhandelskonzern Philips ist es im IT- beziehungsweise im Monitor-Bereich ruhig geworden in den letzten Jahren. Dies soll sich jetzt ändern, wie Thomas Schade, Vice President Europe von MMD, gegenüber «Swiss IT Reseller» erklärt. MMD, eine Tochter des taiwanischen Displayriesen TPV, hat 2009 ein Markenlizenzabkommen mit Philips getroffen. Während fünf Jahren (mit der Option auf weitere fünf Jahre) produziert, vermarktet und vertreibt das Unternehmen nun von Amsterdam aus Monitore, Monitor-TVs bis 24 Zoll sowie Grossdisplays für den Public-Bereich mit dem Philips-Brand.
In der Schweiz ist MMD mit Philips-Monitoren aktuell vor allem im B2B-Bereich tätig und kommt dabei auf einen Marktanteil von immerhin sieben Prozent. Im Interview erklärt Schade die Strategie, wie die Marke Philips im Monitorbereich wieder zurück ins Rampenlicht kommen soll.

Swiss IT Reseller: Können Sie die Vertriebsstrategie von MMD in der Schweiz erklären?
Thomas Schade: Wir fahren in allen Ländern eine Multichannel-Strategie, in deren Rahmen wir sowohl den B2B- als auch den B2C-Bereich bedienen. Für beide Bereiche haben wir eigene Produktpaletten. Wir arbeiten in der Schweiz direkt mit drei Distributoren zusammen: Tech Data, Ingram Micro und Wyscha. Diese drei decken für uns im Moment den Markt gut genug ab, und wir sehen aktuell keine Notwendigkeit, mit weiteren Distis zu arbeiten.
Um Philips ist es im Display-Bereich ziemlich ruhig geworden. Wie soll sich das nun ändern?
Ich gebe Ihnen recht, um Philips ist es im Display-Bereich zu ruhig geworden. Philips hat den Fokus auf den Monitorbereich verloren, und wir haben mit MMD Zeit gebraucht, um uns zu organisieren. Doch jetzt sind wir bereit, jetzt wollen wir wachsen, indem wir unser Potential besser ausschöpfen. Dies ist zum Teil im B2B-Bereich möglich, wo wir aber schon jetzt stark sind. Vor allem aber können wir auch im B2C-Bereich zulegen, indem wir hier die Kanäle besser erschliessen. Das Wachstum in beiden Kanälen sehen wir als komplementär. Durch Wachstum im B2C-Bereich können wir die Bekanntheit der Marke Philips für Displays relativ schnell steigern und das wirkt sich automatisch auch positiv auf den B2B-Kanal aus, denn jeder Geschäftskunde ist auch ein Privatkunde.

Wie wollen sie das B2C-Wachstum bewerkstelligen?
Am liebsten arbeiten wir mit Retailern zusammen, die über eine zentrale Lagerhaltung verfügen. Wenn es in der Schweiz so jemanden gibt und wir mit diesem eine gemeinsame Strategie finden, wollen wir das gerne tun. Ansonsten schalten wir die Distribution dazwischen.
 
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