Q3 lockt mit Umsatz ohne Aufwand

Die Berner Softwarefirma Q3 hat ein neuartiges Vertriebskonzept entwickelt: Neben regulären Partnern sollen sogenannte Agenten, die nicht über ERP-Wissen verfügen, auf reiner Provisionsbasis Kontakte an Q3 vermitteln.
26. Februar 2007

     

Q3 Software in Bern entwickelt und vertreibt ihre Software seit über zwanzig Jahren. Firmengründer und Inhaber Roland Scheidegger (Bild) erläutert: «Wir haben uns von Anfang an auf Standardsoftware für die buchhalterischen und betriebswirtschaftlichen Bedürfnisse von Privaten und kleinen KMU spezialisiert. Neben den Modulen für Finanzbuchhaltung, Lohnabrechnung, Auftragswesen und Warenwirtschaft wurden auch spezielle Lösungen für die private Haushaltsführung, die Adressverwaltung und für Vereine entwickelt.»
Nun hat Q3 ihr Programm in zwei Softwarelinien konsolidiert. «Q Software» ist auf Privatpersonen zugeschnitten, während sich «Q Business» mit den Modulen Adressen, Auftrag, Lager, Fibu und Lohn an KMU richtet. Scheidegger erläutert die neue Aufteilung: «Bei Q Business handelt es sich um Standardprogramme, ohne branchenspezifische Ausrichtung. Sie lassen sich aber leicht anpassen und sind genau so einfach zu handhaben wie die Q Software für Private.»
Q Business ist in drei Versionen erhältlich: Die Komplettprogramme Q Business Standard und Q Business Advanced sind Einzelplatz-Lösungen für Kleinbetriebe. Q Business Profi ist eine netzwerktaugliche Version für Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten.

Neues Vertriebskonzept

Wie Scheidegger sagt, laufen in der Schweiz zur Zeit rund 27’000 Lizenzen. Bei den Einzelmodulen liegt der Vertriebsschwerpunkt im Retail und bei Fachmärkten.
Der Vertrieb der KMU-Komplettprogramme dagegen läuft über derzeit 14 kleinere Systemhäuser und Treuhändler als Partner. Diese Zahl möchte Scheidegger im Lauf des Jahres etwas mehr als verdoppeln. Um dieses ambitiöse Ziel zu erreichen, hat er ein neues Vertriebskonzept erarbeitet.
Neben Partnern, welche die Software wie bisher selbständig vertreiben und supporten, gibt es nun auch den Status eines Q-Software-Agenten. Das Agenten-Konzept funktioniert ähnlich wie bei einer Versicherung: Vom Agenten vermittelte Bestellungen werden direkt über Q3 abgewickelt. Der Agent muss die Programme nicht selber einsetzen - was von den Partnern verlangt wird - und kann den Support an Q3 delegieren. Für die Vermittlung bekommt der Agent eine Provision von 15 Prozent.

Umsatz mit wenig Aufwand

«Der Vorteil dieses Konzepts liegt darin, dass Händler Zusatzgeschäfte mit Q Software machen können, ohne sich zwingend spezielles Know-how aneignen zu müssen», erklärt Scheidegger. «Wer Hardware oder Büromaschinen verkauft, kann seinen Kunden Q Software empfehlen und so mit wenig Aufwand Umsatz generieren.» Agent kann jedes Dienstleistungsunternehmen werden, das diese Möglichkeit hat. Um den Status zu behalten, wird lediglich die erfolgreiche Vermittlung eines neuen Endkunden pro Jahr verlangt. Während seiner Tätigkeit kann der Agent Q-Software-Know-how aufbauen und, falls er das wünscht, nach zwei Jahren den Status eines Q-Software-Partners erreichen.
Scheidegger möchte mit seinem zweistufigen Konzept nicht nur sein Vertriebsnetz ausbauen, sondern er hofft auch, den Umsatz von 1,5 Millionen im letzten Jahr auf 1,7 Millionen im laufenden Jahr steigern zu können. (fis)



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