Apple-Workstation mit Xeon-Chips von Intel


Artikel erschienen in Swiss IT Reseller 2006/14

     

Nach dem Coup (manche sagen auch Verrat) mit der Übernahme von Intel-Prozessoren in die bis dato stets eigenständigen Mac-Rechner mit ihren angeblich immer wieder bahnbrechenden Motorola-Chips komplettiert Apple seine Produktpalette nun unter anderem mit einer spektakulären Workstation, basierend auf den neuen Dual-Core-Xeon-5100-Prozessoren der einst vielgeschmähten Intel-Welt. Die soeben vorgestellte 64-Bit-Workstation Mac Pro, laut Hersteller in mehr als 4,9 Millionen Konfigura­tionen erhältlich, soll nun mit bis zu zweimal 3 GHz und einer neuen ­Systemarchitektur bis doppelt so schnell sein wie das einstige Spitzenpferd im Stall, der Power Mac G5 Quad. Jedem Prozessor sind dabei 4 GB Shared L2 Cache und ein unabhängiger 1,33-GHz-Frontside-Bus zugeordnet.
Mit 667-MHz-DDR-2-Speicher und einer 256 Bit breiten Speicher-Architektur verfügt der Mac Pro nominell über eine enorme Bandbreite. Daneben bietet der neue Super-Mac eine neuartige «Direct Attach»-Anbindung, um bis zu vier 500-GB-Serial-ATA-Festplatten kabelfrei im Gehäuse einrasten zu lassen – somit ergeben sich bis zu 2 TB interner Speicherplatz. Weiteres Highlight: Zwei optische Laufwerke lassen sich gleichzeitig betreiben, um CDs und DVDs zu lesen und zu brennen. Jeder Mac Pro besitzt zudem drei PCI-Express-Erweiterungs-Steckplätze in voller Länge und einen PCI-Express-Graphiksteckplatz mit doppelter Breite, der entsprechende Graphikkarten aufnehmen kann, ohne die Verfügbarkeit anderer Steckplätze zu opfern.
Serienmässig ist eine Nvidia ­GeForce 7300 GT mit 256 MB Videospeicher an Bord, die zwei Displays und Apples 30-Zoll-Cinema-HD-Display ansteuern kann. Die ATI Radeon X1900 XT und die Nvidia Quadro FX 4500, beide mit 512 MB Videospeicher, sind optional erhältlich und unterstützen bis zu zwei der Apple-Riesen-Displays. Letztere verfügt darüber hinaus über ­einen Stereo-3D-Port, an den sich eine Stereobrille anschliessen lässt, und eignet sich damit ideal für anspruchsvolle Animationen, Special Effects und wissenschaftliche Visualisierungen. Die naturgemäss ausstattungsabhängigen Preise beginnen bei 3599 Franken für die 2,66-GHz-Basis-Version. (rb)


Artikel kommentieren
Kommentare werden vor der Freischaltung durch die Redaktion geprüft.

Anti-Spam-Frage: Wieviele Zwerge traf Schneewittchen im Wald?
GOLD SPONSOREN
SPONSOREN & PARTNER