IT Reseller-Roundtable: Keine Panik wegen Microsoft und SAP

IT Reseller-Roundtable: Keine Panik wegen Microsoft und SAP

Artikel erschienen in Swiss IT Reseller 2002/21 – Seite 1
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2. Dezember 2002 - Wie reagieren Schweizer Hersteller auf den Eintritt von Microsoft und SAP in den Markt für KMU-Business-Software? Vier profilierte Vertreter von Schweizer ISVs im Gespräch.
IT Reseller-Roundtable: Keine Panik wegen Microsoft und SAP
Teilnehmer am Roundtable:
Bilder v.l.n.r.: Claudio Hintermann, Mitbegründer und -Besitzer von Abacus Research; Beat Bussmann, Partner und Geschäftsleiter von Opacc; Roland Renggli, Geschäftsleiter der Simultan-Gruppe; Ralph M. Stucki, Gesamtleiter der Rotron Software.
IT Reseller: Die Augangslage ist bekannt. Mit Microsoft und SAP drängen zwei äusserst finanzkräftige, multinationale Firmen in den Markt für KMU-Business-Software. Die Weiterentwicklung von Software wird gleichzeitig immer teurer. Meine Frage an Sie: Wo wird Ihre Firma in drei Jahren stehen? Werden Sie noch selbständig sein, werden Sie neue Partnerschaften eingehen?
Claudio Hintermann: Wenn eine Firma übernommen wird, so stirbt normalerweise die Software, die sie gebaut hat. Es ist sehr selten, dass eine betriebswirtschaftliche Software, die von einem Konzern übernommen wird, nach ein paar Jahren noch existiert. Es gibt keinen Grund dafür, die Abacus-Software eingehen zu lassen.
ITR: Es wird Also in drei Jahren eine selbständige Abacus geben, die ein umfassendes Paket für Business-Software anbietet.
Hintermann: Man muss nicht alles selbst machen. Wir arbeiten bereits heute mit anderen Firmen zusammen und sorgen dafür, dass die Pakete kommunizieren können. Und wir kaufen Technologie ein. Aber die Software an sich – sprich die Abbildung von Business-Prozessen – wird bleiben.
Schauen wir Microsoft an: Wieviele der zurzeit zehn Business-Software-Linien von Microsoft wird es in drei Jahren noch geben? Ich glaube, keine oder fast keine mehr. Microsoft will eine eigene Plattform bauen.
ITR: Herr Bussmann: Wird Opacc in drei Jahren selbständig existieren und ein vollständiges Paket selbst entwickeln und anbieten?
Beat Bussmann: Wir werden sicher noch als selbständige Firma existieren. Ob wir ein vollständiges Paket entwickeln, ist eine andere Frage. Unsere Firma gehört drei Personen, die alle mitarbeiten. Wir haben überhaupt keine Pläne, die Firma zu verkaufen. Wir bedienen mittelständische Unternehmen und haben unseren Kunden gegenüber vertragliche und persönliche Verpflichtungen. Ein Verkauf wäre gegenüber den Kunden ein Wortbruch – «Take the money and run» ist nicht unsere Art.
ITR: Man spricht zurzeit viel über Simultan. Ist Simultan in drei Jahren noch selbständig, Herr Renggli?
Roland Renggli: Simultan wird in drei Jahren mit Sicherheit noch unabhängig sein. Ich glaube aber, dass es in der Branche zu Bereinigungen kommet. Dies wird auf die ganze Branche Einflüsse haben – sie wird sich verändern. Die Veränderungen sind aber auch eine Chance und ich glaube, dass wir mit unserer Kontinuität zu den Gewinnern gehören werden.

ITR: Wer wird zu den Verlierern gehören? Wird es weniger Player geben?

Hintermann: Wir hatten früher schon Player wie KHK, die x-mal versucht haben, in der Schweiz Fuss zu fassen. Es gibt keinen Anlass für Panik.
 
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