Der weltweite PC-Markt ist im dritten Quartal 2026 deutlich geschrumpft. Laut vorläufigen Zahlen des Marktforschungsunternehmens
IDC wurden 62,7 Millionen Geräte ausgeliefert. Das entspricht einem Rückgang von 20,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr und 9,1 Prozent gegenüber dem zweiten Quartal. Damit gingen die Auslieferungen zum zweiten Mal in Folge zurück. Erfasst werden Desktop-PCs, Notebooks und Workstations, nicht jedoch Tablets.
Grund für die Entwicklung ist laut den Analysten unter anderem die Aufstockung der Lagerbestände zu Beginn des Jahres. Hersteller und Händler hatten ihre Bestellungen vorgezogen, um erwarteten Preissteigerungen und Lieferengpässen zuvorzukommen. Im dritten Quartal war der Handel deshalb vor allem damit beschäftigt, die bereits vorhandenen Geräte abzusetzen. Die Nachfrage nach weiteren Lieferungen blieb entsprechend gering.
Kurzfristig könnten die hohen Lagerbestände laut IDC zu Sonderangeboten führen. Mit einer deutlichen Entspannung bei den Preisen rechnen die Marktforscher jedoch nicht. Gleichzeitig könnte die schwächere Konjunktur die Nachfrage zusätzlich belasten und die Aussichten für die kommenden Quartale bis ins Jahr 2027 weiter eintrüben.
(dow)