Der weltweite Umsatz mit Quantencomputing soll laut einer Prognose von
Gartner im Jahr 2027 auf 1,1 Milliarden US-Dollar steigen. Für 2026 rechnen die Marktforscher noch mit einem Umsatz von knapp 870 Millionen Dollar, was aber bereits einem Wachstum von 22,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Bis 2027 sollen die grössten Investitionen in Quantencomputing noch aus dem öffentlichen Sektor stammen. Gartner prognostiziert für diesen Bereich Ausgaben von 245 Millionen Dollar im Jahr 2027. Ab 2028 übernimmt dann allerdings die Finanz- und Versicherungsbranche die Spitzenposition. Für dieses Jahr erwartet Gartner Ausgaben von 289 Millionen Dollar, gegenüber 280 Millionen Dollar im öffentlichen Sektor. Als potenzielle Einsatzgebiete gelten unter anderem Portfoliooptimierung, Risikomodellierung und Betrugserkennung.
Trotz der positiven Wachstumsaussichten rechnet Gartner aber auch mit einer deutlichen Marktbereinigung. Bis 2030 könnten mehr als 50 Prozent der derzeitigen Quantencomputing-Start-ups vom Markt verschwinden. Grund dafür seien begrenzte kommerzielle Umsatzmöglichkeiten und technologische Ansätze, denen der Übergang zu fehlertolerantem Quantencomputing nicht gelinge. Unternehmen sollten sich dennoch frühzeitig mit der Technologie auseinandersetzen, empfiehlt Gartner-Analyst Gaurav Gupta. IT-Verantwortliche müssten Quantencomputing als mehrjähriges Vorhaben betrachten, um langfristig Wettbewerbsvorteile erzielen zu können.
(sta)