Amazon baut den Seller Assistant um Funktionen aus, mit denen sich wiederkehrende Aufgaben automatisieren lassen. Wie der Konzern mitteilt, können Händler in eigenen Worten festlegen, was das Tool überwachen und wie es darauf reagieren soll. So kann es etwa Lagerbestände prüfen, Konkurrenzpreise beobachten oder Warnungen zum Kontostatus verfolgen. Die Händler entscheiden, ob der Assistent lediglich Empfehlungen abgibt oder auch Änderungen ausführt. Laut
Amazon werden sämtliche Aktionen protokolliert.
Ausserdem soll sich der Seller Assistant künftig Preismuster, Lagerzyklen und Wachstumsziele über einzelne Sitzungen hinweg merken. Damit will Amazon die Empfehlungen stärker auf das jeweilige Geschäft zuschneiden. Händler können die Vorschläge prüfen, anpassen oder nach Alternativen fragen.
Ein neues Selling Partner Plugin macht die Amazon-Daten der Händler auch in Amazon Quick und Claude von Anthropic verfügbar. Dazu gehören Informationen zu Angeboten, Verkäufen, Lagerbeständen und Leistungskennzahlen. Diese lassen sich dort mit weiteren Geschäftsdaten verbinden und beispielsweise für Preisanpassungen oder Nachbestellungen nutzen.
Vorerst steht das Plugin nur Händlern in den Amazon-Shops in den USA als Betaversion zur Verfügung. Amazon kündigt an, das Angebot «in Kürze» auf weitere Länder auszuweiten, nennt dafür jedoch kein konkretes Datum. Hauptkontoinhaber können sich weltweit bis zum 31. Dezember 2026 für ein kostenloses zwölfmonatiges Abonnement von Amazon Quick Plus anmelden und zwei weitere Mitarbeiter hinzufügen.
(dow)