AWS hat am 2. September zum dritten Jahr in Folge den
AWS Summit in Zürich abgehalten. Nachdem 2024 rund 3000 und 2025 gar 3700 Gäste anwesend waren, wurde der bisherige Austragungsort – die Halle 550 in Oerlikon – für 2026 aber zu klein. Erstmals wurde die Veranstaltung daher in der Messe Zürich abgehalten, die problemlos Platz für die mehr als 4500 Besucherinnen und Besucher bot.
Felix Schoenherr eröffnet seinen ersten Schweizer Summit
Aber nicht nur der Austragungsort war neu. Es war auch der erste Schweizer Summit des neuen Schweizer Country Managers Felix Schoenherr, der erst im Juni 2026 die Nachfolge von Chris Keller
angetreten hatte. Schoenherr eröffnete denn auch die Keynote des Events, in der er die Innovationskraft der Schweiz betonte und die hohen Investitionen, die AWS in der Schweiz tätigen will, einmal mehr in den Fokus rückte: 5,9 Milliarden Franken plant das Unternehmen bis 2036 ins Schweizer Ökosystem zu stecken. Das Geld soll etwa in Infrastruktur, Ausbildung und das Partnergeschäft fliessen.
Gerade das Thema Aus- und Weiterbildung beleuchtete Schoenherr in seinem Vortrag gezielt: In der ersten Jahreshälfte hätten bereits mehr als 4000 Studierende in der Schweiz AWS-Kurse absolviert. Dazu kündigte der Country Manager die baldige Verfügbarkeit von Kiro for Students in der Schweiz an. Bei Kiro handelt es sich um den Coding-Agenten von
AWS.
Das Momentum nutzen
Im Anschluss übergab Schoenherr das Wort an Rory Richardson, Director Next Generation Developer Experience GenAI GTM bei
AWS. Der rote Faden von Richardsons Referat war das "Compounding Momentum", das dank KI derzeit zu beobachten sei. Übersetzen lässt sich der Begriff zu Deutsch wohl am besten mit "Schneeballeffekt" – gemeint sind die vielen Entwicklungen und Innovationen rund um respektive mit KI, die zu einer immer grösseren und einflussreicheren Welle werden. "Wir haben das Versprechen bekommen, Intelligenz zu bekommen", so Richardson zu den KI-Innovationen der letzten Jahre. "Was wir bekommen haben: eine etwas schnellere Suchleiste", wie sie scherzend anfügte. Diese Phase sei nun vorbei, aber der KI-Schneeballeffekt mit immer schneller werdenden Innovationszyklen sei heute Realität.
Als Beispielkunden bat Richardson Martin Kunz, CTO der Genfer Privatbank Pictet, und Samuele Gantner, Chief Product Officer von
Nexthink, auf die Bühne. Im Fall von Pictet helfen die KI-Lösungen von AWS etwa, deutlich schneller zu Entscheidungen rund um Investment-Portfolios zu finden. Und bei Nexthink konnten dank KI in den Tech-Support-Prozessen massgebliche Effizienzsteigerungen erreicht werden.
Für ihr Schlusswort spannte Richardson dann noch einmal den Bogen zum wiederholt betonten Momentum mit einer spannenden Zahl: Alleine im ersten Quartal des laufenden Jahres wurden auf Amazons KI-Plattform Bedrock mehr Tokens verarbeitet als in der gesamten Zeit davor zusammen. Das Momentum zieht also weiter an und laut Richardson soll der Schneeball so schnell nicht zum Halt kommen. Sie verabschiedete sich vom Publikum mit der Aufforderung, ihn am Rollen zu halten: "And now, go build!"
V. l. n. r.: Samuele Gantner, Chief Product Officer von Nexthink, Martin Kunz, CTO von Pictet, Rory Richardson, Director Next Generation Developer Experience GenAI GTM bei AWS und Felix Schoenherr, Country Manager AWS Switzerland. (Quelle: AWS)
Martin Kunz, CTO von Pictet, spricht zum KI-Einsatz bei der Genfer Privatbank. (Quelle: AWS)
Bei Nexthink profotiert man im Kundendienst massiv von den Zeitersparnissen durch KI, wie Chief Product Officer Samuele Gantner berichtet. (Quelle: AWS)
Praxisbezogenes Rahmenprogramm
Beispiele an Dingen, die mithilfe von AWS-Technologie gebaut wurden oder Unterstützung, um selbst Dinge zu bauen, bot der Summit 2026 ebenfalls grosszügig. Auf mehreren Stöcken der Messe Zürich stellten AWS-Partner aus unterschiedlichen Bereichen Projekte, Produkte und Konzepte vor. Dazu kamen unter anderem eine dedizierte Studenten-Zone, eine AWS Developer Community Zone und ein eigener Bereich für Start-ups.
Im Hinblick auf den Event
kündigte Christoph Schnidrig, Head of Technology Switzerland von AWS, bereits an: "Wer seinen Laptop zum Summit mitbringt, geht am Abend mit etwas Gebautem nach Hause." Die Besucherinnen und Besucher konnten also nicht nur die Projekte der Partner begutachten und erleben, sondern Richardsons Aufforderung gleich Taten folgen lassen. Im Rahmen zahlreicher Breakout-Sessions, Chalk Talks und Workshops konnte AWS-Technologie selbst erlebt und in vielen Fällen auch gleich praktisch genutzt werden.
(win)