Die Kast Group, familiengeführter Schweizer Cybersecurity-Dienstleister mit Sitz in Wallisellen, hat das Produkt Policy Clue in die eigenständige Gesellschaft Silandor ausgegründet. Die im August 2026 aus der Taufe gehobene Gesellschaft übernimmt somit sämtliche Rechte an der Security- und Compliance-Software und wird von den Gründern Oliver Kast (Bild, links) und Patrice Kast (Bild, rechts) geführt.
Silandor soll laut einer Mitteilung bewusst als eigenständige, software- und partnerzentrierte Gesellschaft aufgebaut werden und sich unabhängig vom Kerngeschäft der Kast Group entwickeln können, ein auf Cybersecurity- und SOC-Services spezialisierter IT-Dienstleister.
"In unseren Security-Consulting- und CISO-Mandaten kam bei Kunden immer wieder dasselbe Problem auf: Mitarbeitende arbeiten mit AI-Tools, die niemand freigegeben hat, und laden dabei unbewusst sensitive Daten in Systeme, über die das Unternehmen keine Kontrolle hat", erklärt Patrice Kast. "Nicht aus bösem Willen, sondern weil klare Leitplanken und die Erinnerung im richtigen Moment fehlen. Eine praktikable Lösung dafür gab es am Markt nicht, also haben wir selbst eine entwickelt."
Beim Besuch einer KI-Applikation informiert Policy Clue Mitarbeitende direkt, zum Beispiel mit einem Link auf das freigegebene AI-Tool, oder dazu, dass keine sensitiven Daten wie AHV-Nummern oder Patientendaten eingegeben werden sollen. Das Verständnis dieser Regelungen kann sich das Unternehmen vom Mitarbeitenden wiederum mit der Beantwortung einer oder mehrerer kurzer Kontrollfragen bestätigen lassen. Somit will der Anbieter pauschale Sperren von entsprechenden KI-Tools verhindern und stattdessen auf Sensibilisierung setzen.
"ChatGPT und Co. einfach zu sperren ist nicht die Lösung. Die User sind kreativ und finden viele Wege, Sperrungen zu umgehen, sei es am Smartphone oder mit alternativen AI-Tools, welche das Unternehmen nicht auf dem Radar hat. Entscheidend ist, den richtigen Umgang damit zu fördern", so Oliver Kast.
(sta)