Breitere Formate sorgen für Aufwind im Foldable-Markt
Quelle: Samsung

Breitere Formate sorgen für Aufwind im Foldable-Markt

Zuletzt sind die Verkaufszahlen von Foldables leicht abgeflacht. Dank einen spezifischen Formformat, das sich nun durchzusetzen scheint, soll das Segment aber weiter zulegen.
20. August 2026


Der weltweite Markt für faltbare Smartphones dürfte in den kommenden Jahren zulegen. Laut den Analysten von Omdia sollen die Auslieferungen bis 2028 auf 36 Millionen Geräte steigen – was einem jährlichen Wachstum von mehr als 20 Prozent entspricht. Dies würde einer Verdopplung der Verkaufszahlen von 2025 (18,2 Millionen Stück) entsprechen.

Als wichtigen Wachstumstreiber sieht Omdia breitere Foldable-Formate. Diese fallen im aufgeklappten Zustand kürzer und breiter aus als bisherige Book-Type-Geräte und sollen dadurch stärker an Tablets erinnern, wenn sie aufgeklappt werden. Gleichzeitig versprechen sie bei geringerem Gerätevolumen eine grössere Anzeigefläche. Huawei hat dieses Format laut Omdia im Mai 2026 mit dem Pura X Max aufgegriffen, Samsung folgte im August mit dem Galaxy Z Fold 8 (Bild). Weitere Hersteller sollen ähnliche Modelle vorbereiten – vor allem Apples kommendes faltbares iPhone könnte in dieser Kategorie erneut Wellen schlagen.
Zuletzt hatte sich die Entwicklung des Foldable-Marktes noch abgeschwächt. 2025 wurden weltweit 18,2 Millionen faltbare Smartphones ausgeliefert, lediglich 6 Prozent mehr als im Vorjahr. Und im ersten Halbjahr 2026 gingen die Stückzahlen sogar um 21,6 Prozent auf 5,1 Millionen Geräte zurück. Besonders stark sank die Nachfrage nach Flip-Modellen mit einem Minus von 47 Prozent. Book-Type-Geräte blieben dagegen weitgehend stabil und kamen auf einen Anteil von 69 Prozent am Foldable-Markt. Huawei und Samsung vereinten in diesem Segment zusammen 75 Prozent der Auslieferungen auf sich.


Für das Gesamtjahr 2026 rechnet Omdia mit einer Erholung und mehr als 22 Millionen ausgelieferten Foldables, was einem Wachstum von über 22 Prozent entsprechen würde. Trotz der positiven Prognose dürften faltbare Smartphones vorerst ein Premium-Nischenprodukt bleiben. Bis 2030 sollen sie laut Omdia weiterhin weniger als 3 Prozent des weltweiten Smartphone-Marktes ausmachen. Hohe Produktionskosten für Displays, Scharniere und Spezialglas sowie vergleichsweise hohe Verkaufspreise begrenzen laut den Analysten dauerhaft eine grosse Verbreitung. (win)


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