Die weltweiten Smartphone-Auslieferungen sind im zweiten Quartal 2026 gegenüber dem Vorjahr um 6 Prozent auf 272 Millionen Geräte gesunken. Laut dem Marktforschungsunternehmen
Omdia folgte auf die vorgezogene Nachfrage im ersten Quartal eine deutliche Marktkorrektur. Anhaltend hohe Preise für Speicherkomponenten verteuerten die Produktion und zwangen die Hersteller, Preise, Produktportfolios und Vertriebsstrategien anzupassen.
Samsung verteidigte mit 60,5 Millionen ausgelieferten Geräten und einem Wachstum von 5 Prozent die Marktführerschaft. Der Marktanteil lag bei 22 Prozent.
Apple erzielte sein bislang stärkstes zweites Quartal, die Auslieferungen stiegen um 23 Prozent auf 55,1 Millionen Geräte, was einem Rekordmarktanteil von 20 Prozent entspricht. Deutlich schwächer entwickelten sich die chinesischen Anbieter. Xiaomi blieb mit 31,2 Millionen Geräten auf Platz drei, verzeichnete jedoch einen Rückgang von 26 Prozent. Oppo einschliesslich Realme und One Plus kam mit 28,4 Millionen Geräten auf Rang vier, ein Minus von 17 Prozent. Vivo folgte mit 21,5 Millionen Einheiten und einem Rückgang von 18 Prozent.
Nach Einschätzung von Omdia vollzieht die Branche derzeit einen grundlegenden Strategiewechsel. Statt möglichst hohe Stückzahlen zu erzielen, konzentrieren sich die Hersteller stärker auf Margen und durchschnittliche Verkaufspreise. Dazu werden Kosten teilweise an die Kundschaft weitergegeben, günstige Modellreihen verkleinert und Mittelklasse- sowie Premiumgeräte stärker in den Vordergrund gerückt.
Für den weiteren Jahresverlauf rechnet das Marktforschungsunternehmen weiterhin mit rückläufigen Auslieferungen. Zwar dürfte sich der Rückgang nach der deutlichen Korrektur im zweiten Quartal abschwächen, eine breite Erholung sei jedoch erst zu erwarten, wenn die Komponentenkosten wieder sinken.
(sta)