Watchguard hat eine agentische KI namens Rai vorgestellt, die speziell für Managed Service Provider (MSP) entwickelt wurde. Als digitale Erweiterung bestehender Sicherheitsteams soll Rai Cybersicherheitsaufgaben in Kundenumgebungen proaktiv übernehmen. Die agentische KI erkennt laut dem Cybersecurity-Anbieter Bedrohungen auf Basis des kontinuierlichen Monitorings der IT-Landschaft, korreliert sicherheitsrelevante Ereignisse und reagiert über autorisierte Massnahmen in Echtzeit auf Gefahren – noch bevor ein Mensch eingreifen muss, so das Versprechen.
In der Analyse-Rolle kann Rai bereits heute genutzt werden. In Kürze kommt laut Watchguard zudem die Funktion als Auditorin und Administratorin hinzu. Hierfür will der Hersteller die Fähigkeiten in Hinblick auf Compliance und operativen Betrieb sukzessive erweitern. So soll Rai in Zukunft Compliance-Lücken identifizieren, Fehlkonfigurationen melden und Probleme wie Konflikte in Firewall-Regeln unter Einhaltung der Prüfpfade beheben. Als Administratorin kann die KI zudem operative Aufgaben wie Patch-Planung, Zertifikatsrotation, Wartungsfenster und die Kommunikation mit Partnern übernehmen.
"Mit Rai ist der Sicherheitsbetrieb nicht mehr nur reaktiv – die KI handelt vorausschauend, ergreift sofort Massnahmen und sorgt somit für einen konsistenteren Schutz. Dieser Ansatz ermöglicht es Partnern, schneller zu skalieren, Margen zu steigern und die Kundenerfahrung über das gesamte Portfolio hinweg zu verbessern", so Ben Oster, VP of Product Management bei
Watchguard.
Die Entscheidungsprozesse von Rai sind laut Watchguard vollständig über den neuen Insights Hub nachvollziehbar. Zentralisierte Dashboards sollen hier umgebungsweite Kontextinformationen liefern. Im Zuge des kontinuierlichen Ausbaus agentischer Funktionen auf der Plattform ist künftig auch eine Benutzeroberfläche in natürlicher Sprache geplant, über die Partner direkt mit Rai interagieren können.
(sta)