Im vergangenen Jahr ist der weltweite Markt für Wearables um 6 Prozent gewachsen und somit über die Marke von 200 Millionen verkauften Geräten geklettert, wie die Analysten von Omdia schreiben. An die Spitze setzt sich erstmals seit 2020 wieder
Xiaomi. Der chinesische Hersteller erreicht einen Marktanteil von 18 Prozent und ist damit gemessen an den jährlichen Auslieferungen grösster Wearable-Anbieter weltweit. Knapp dahinter folgt
Apple mit 17 Prozent Marktanteil, auf Rang drei liegt
Huawei mit 16 Prozent. Samsung (9 %) und Garmin (5 %) sichern sich die Plätze vier und fünf.
Laut Omdia verschiebt sich der Wettbewerb zunehmend von reiner Hardware-Leistung hin zu integrierten Ökosystemen. Entscheidend seien nahtlose Gerätevernetzung sowie die Fähigkeit, datenbasierte Zusatzdienste zu monetarisieren. Xiaomis Erfolg basiert demnach auf einer breit angelegten Multi-Produkt-Strategie. Apple behauptet sich wiederum im Premiumsegment, unter anderem durch 5G-Konnektivität und erweiterte Gesundheitsfunktionen wie Bluthochdruck-Überwachung.
Mit steigenden Komponentenpreisen geraten die Hardware-Margen allerdings unter Druck. Für Anbieter im höherpreisigen Segment werden Service- und Aboerlöse daher strategisch wichtiger, um Profitabilität zu sichern, unterstreicht Omdia. Gleichzeitig sollen verbesserte Analysefunktionen die Nutzung intensivieren und so zusätzliche Datengrundlagen für personalisierte Services schaffen.
Für 2026 prognostiziert Omdia ein weiteres, jedoch moderates Wachstum im einstelligen Prozentbereich. Impulse sollen vor allem Fortschritte bei KI-Funktionen direkt auf dem Gerät sowie eine steigende Nachfrage nach professionellen Sport- und Gesundheitslösungen liefern.
(sta)